
Bild von “Free Schwabylon” (denen es auf ironische Weise gelingt, den Unsinn der Schwaben-Debatte bloßzustellen)
Berlin diskutiert mal wieder seinen Schwabenhass. Auslöser diesmal: keine ironischen Plakate gegen die westdeutsche Dominanz in Prenzlauer Berg, keine Buchveröffentlichung zu Müttern in Prenzlauer Berg und kein Thierse-Interview, sondern hässliche Parolen an den Wänden.
Statt über die fatale Geschichtsvergessenheit zu debattieren, die in einer unweit der Synagoge in der Rykestraße gesprühten Parole “Kauft nicht beim Schwab’n” deutlich wird, geht es mal wieder um die Gentrification-Kritik und ihre angeblichen Sündenböcke.
Die Kommentare zu einem Interview in der taz (“Schwabenhass ist ein Phantom”) offenbaren das ganze Elend der Debatte. Unbelegt steht hinter vielen Wortmeldungen die Formel ”Gentrification-Kritik = Schwabenhass = Fremdenfeindlichkeit”. Das Argument einmal geschluckt, verbietet sich dann natürlich jede Kritik an Mietsteigerungen und Verdrängung. So jedenfalls lesen sich eine Reihe der Kommentare. Selbst meine Forderung, sich mit Mietfragen statt mit Schwaben zu beschäftigen, wird in einen Beleg des angeblichen Ressentiments umgedeutet.
Mir ist nicht ganz klar, worauf diese Debatten abzielen. Sollen jetzt alle eine schlechtes Gewissen bekommen, die sich über die letzte Mieterhöhung geärgert haben, oder gegen die Modernisierungsankündigung oder Umwandlung in ihren Häusern protestieren?
So ärgerlich, hässlich und dumm Parolen gegen Schwaben, Witze über Ostfriesen oder Klischees über Ossis und Wessis* auch sein mögen – ich verstehe immer noch nicht, warum sich ausgerechnet die stadt- und mietenpolitischen Initiativen damit herumschlagen sollen.
Die Aussicht auf höhere Mieteinnahmen hat das Bezirksamt in Berlin Mitte dazu veranlasst, dem
Ich freue mich auf drei spannende Tage in Hamburg. Eingeladen von einem breiten Veranstalterkreis verschiedener Initiativen, der Linkspartei und des AK Umstrukturierung in Wilhelmsbug, werde ich Donnerstag, Freitag und Samstag an drei spannenden Veranstaltungen teilnehmen.

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