Verfasst von: ah | September 29, 2009

Veranstaltungsreihe des BUKO-Arbeitsschwerpunkt StadtRaum

Verfasst von: ah | November 27, 2009

London: ‘Super-Gentrification’ statt Social Mix

In der Frankfurter Rundschau von heute gibt es einen ausführlichen und sehr lesenwerten Artikel von Werner Girgert zu den aktuellen Aufwertungsdynamiken in London: „Leben in London: Angriff auf das Zentrum„. Als ‘Super-Gentrifcation’ wird dabei die Verdrängung selbst gutverdienender Mittelschichtshaushalte durch „eine Gruppe von superreichen Globalisierungsgewinnern“ beschrieben. Das dichte Nebeneinander von Arm und Reich führe dabei jedoch nicht zu neuen Formen der Integration, sondern verstärke die sozialen Spaltungen durch die alltägliche Konfrontation der verschiedenen Lebensstile.

 

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Das Eine-Welt-Netzwerk-Hamburg hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geographie der Universität Hamburg eine Tagung rund ums Thema Soziale Bewegungen und Teilhabe an städtischen Entwicklungen vorbereitet:

Soziale Bewegungen, lokale Initiativen und städtische Teilhabe

Freitag, 27.11.2009, 14:00 Uhr

Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW -Hörsaal 022/023), Bundesstraße 53, 20146 Hamburg

Programm

  • Einleitung
    Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Universität Hamburg
    Jonna Tikkanen, Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
  • “Städtische Bewegungen der Gegenwart“
    Prof. Dr. Marcelo Lopes de Souza,
    Bundesuniversität Rio de Janeiro, Brasilien
  • „Soziale Bewegungen und städtische Teilhabe im deutschen Kontext“
    Dr. Andrej Holm, Goethe Universität Frankfurt am Main
  • „Stadtteilentwicklung und Partizipation im Quartier Osdorfer Born“
    Wolfgang Oehler, Büro CONVENT – integrierte Stadt- und Regionalentwicklung
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    Heute Nachmittag wurde das seit der Wende besetzte Haus Brunnenstraße 183 in Berlin Mitte von der Polizei geräumt.

    Ausführliche Berichte gibt es in der taz: „Hausprojekt in Berlin-Mitte geräumt“ und auch im Tagesspiegel: „Polizei räumt Wohnprojekt in der Brunnenstraße„.

    Die Ampeln sind ausgeschaltet, die Straße gesperrt. Punkt 15 Uhr füllt sich die vorher menschenleere Brunnenstraße plötzlich mit dutzenden Polizeiwagen. Sogar schweres Gerät wie Krähne und mobile Lichtmasten werden vorgefahren. Mehr als 600 Beamte sind im Einsatz. Ihr Ziel ist das linke Wohnprojekt mit der Hausnummer 183. Die Polizisten springen aus den Einsatzwagen. Mit Rammböcken und Kreissägen bahnen sie sich den Weg durch das verbarrikadierte Gebäude. Widerstand leisten die Bewohner nicht. Sie traf die Räumung völlig unvorbereitet.

    Update: Für den 24.11. um 20 Uhr Kollwitzplatz und den 25.11. um 19 Uhr Oranienplatz wird auf den Seiten von „Wir Bleiben Alle! Selbstorganisierte Freiräume erkämpfen und verteidigen“ zu Protestdemonstrationen gegen die Räumung aufgerufen. Hier ein kleines Mobilisierungsvideo von den WBA-Seiten:

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    Verfasst von: ah | November 23, 2009

    Berlin: Wohnungsreformvorschlägemacher beim Wort nehmen!

    Nach jahrelanger Funkstille tut sich was in den wohnungspolitischen Debatten der Hauptstadt. Aufgeschreckt von einer Protestbewegung rund ums Thema Stadtentwicklung (MediaSpree Versenken!, Mietenstop-Bündnis, Proteste gegen Luxuswohnprojekte und Stadtteilinitiativen) versuchen inzwischen auch die Parteien im Abgeordentenhaus das Thema für sich wiederzugewinnen.

    Noch klingen uns die abwiegelnden Statements der Stadtentwicklungssenatorin vom „entspannten Wohnungsmarkt“ in den Ohren, da entwickelt sich sowas wie ein parteienpolitischer Wettbewerb um die sozialste Wohnungspolitik. Nicht dass schon irgendeine Forderung umgesetzt, ein konkretes Programm aufgelegt oder eine Mietbegrenzung durchgesetzt wurde – aber immerhin: Wohnungspolitik schafft es in die Programme der regierenden und nicht regierenden Parteien Berlins. Während sich die Hauptstadtgrünen noch um eine klare Wahlaussage herumdrücken (taz: „Jamaika macht die Grünen kirre„), formiert sich sowas wie ein rot-rot-grünes Bündnis der wohnungspolitischen Versprechungen. Hier eine kleine Übersicht der einzelnen Positionen und Vorschläge:

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    Verfasst von: ah | November 22, 2009

    Gentrification: Trend zur Zombietown oder Politökonomie?

    Die Proteste gegen die unternehmerische Stadtpolitik in Hamburg haben ein erhebliches mediales Echo ausgelöst. Das Anti-Gentrification-Manifest „Not In Our Name – Marke Hamburg“ hat es bis in die Zeit und die Süddeutsche Zeitung geschafft, inzwischen berichtet sogar die taz über das Gängeviertel (siehe unten) und das traditionell konservative Hamburger Abendblatt hat sich inzwischen sogar fast schon der Hofberichterstattung des Protestes verschrieben. In der Wochenendausgabe ist dort unter dem Titel „Der Kampf um das Leben in der Stadt Hamburg“ ein ausführlicher Bericht über die Vielfalt der städtischen Proteste in Hamburg zu finden, der wesentliche Argumentationen von Aktivist/innen zu Wort kommen lässt:

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    Verfasst von: ah | November 21, 2009

    Berlin: Klebt Wolfgang Thierse heimlich Plakate?

    Plakat zum 20. Jahrestag des Mauerfalls in Prenzlauer Berg

    Die Berliner Medienlandschaft von BILD bis Freitag rätselt seit ein paar Tagen, wer wohl hinter den Ost-West-Spaltungsplakaten von Prenzlauer Berg stecken mag. Nach Antischwaben-Plakaten in den vergangen Jahren tauchten zum 20 .Jahrestag des Mauerfalls Plakate mit der Aufschrift: „Wir sind ein Volk – Und ihr ein anderes“ auf. Insbesondere von konservativen Medien als Affront gegen die glückseeligen Einheitsfeierlichkeiten zum Mauerfall empfunden, war schnell von „Hassplakaten“ die Rede.

    Insbesondere die Verbindung von Ost-West-Herkunftsfragen mit den Entwicklungen in Prenzlauer Berg dürften doch nun 20 Jahre nach der Wende kein Thema mehr sein und nur noch von ewig Gestrigen ausgegraben werden – so in etwa die Argumentation im Berliner Blätterwald.

    Nun hat ausgerechnet der für seinen fast schmerzhaften Sanftmut gegenüber allen ostdeutschen Dominanzerfahrungen mit dem Westen bekannte Wolfgang Thierse in einem Radio-Interview die westdeutschen Eigentumserwerber für die Verdrängungsprozesse in Prenzlauer Berg verantwortlich gemacht.

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    Verfasst von: ah | November 20, 2009

    Baugruppen: Privatisierung der besonderen Art

    Am 1.12.2009 wird die Edition LE MONDE diplomatique No. 6 erscheinen. Titel der Ausgabe: „Ausverkauft. Wie das Gemeinwohl zur Privatsache wird„. Neben vielen anderen spannenden und guten Beiträgen gibt es auch ein kleines Interview zum Thema der Baugruppen:

    Baugruppen: eine Privatisierung der besonderen Art
    Konrad Litschko • Ein Gespräch mit dem Soziologen Andrej Holm über die Aufwertung von Stadtteilen in Berlin

    Bestellt werden kann die Edition LE MONDE diplomatique No. 6 für einen Preis von 8,50 Euro: hier

    Für alle die einen kleinen Vorgeschmack auf das Interview bekommen wollen, hier ein kleiner Ausschnitt:

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    Von der Diskussionsveranstaltung am vergangenen Dienstag (17.11.) im Gängeviertel gibt es inzwischen einen Mitschnitt vom Radio FSK: [Podcast] „Die Stadt gehört ja eigentlich allen“.

    Mitschnitt der Diskussionsveranstaltung vom 17. November 2009 aus der Jupi-Bar im Hamburger Gängeviertel, unter anderem mit Andrej Holm, Ingrid Breckner und Christoph Schäfer, der am Mittwoch in der Sendung „Die Stadt gehört ja eigentlich allen“ lief.

    Download  bei Freie Radios.Net unter http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=30781 (100 min)

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