<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>Gentrification Blog</title>
	<atom:link href="http://gentrificationblog.wordpress.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://gentrificationblog.wordpress.com</link>
	<description>Nachrichten zur Stärkung von Stadtteilmobilisierungen und Mieter/innenkämpfen</description>
	<lastBuildDate>Sun, 15 Nov 2009 23:05:45 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<cloud domain='gentrificationblog.wordpress.com' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
<image>
		<url>http://www.gravatar.com/blavatar/5c1dc9c6f1941efe5badbfa7dd519a65?s=96&#038;d=http://s.wordpress.com/i/buttonw-com.png</url>
		<title>Gentrification Blog</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com</link>
	</image>
			<item>
		<title>Hamburg: Gängeviertel Diskussionsreihe</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/15/hamburg-gangeviertel-diskussionsreihe/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/15/hamburg-gangeviertel-diskussionsreihe/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 23:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Gängeviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1565</guid>
		<description><![CDATA[Gängeviertel Diskussionsreihe
„Wie sieht die Stadt aus, in der wir leben wollen?“
Dienstag 17.11.09,  19:30 Uhr im Gängeviertel
„Die Stadt gehört ja eigentlich allen“ mit:
- Dr. Andrej Holm / Institut für Humangeographie Goethe-Universität FFM
- Prof. Dr. Ingrid Breckner / Stadt- und Regionalsoziologie HCU-Hamburg
- Christoph Schäfer / Park Fiction, Es regnet Kaviar, Hamburg
- Moderation: Ole Frahm / FSK, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1565&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Gängeviertel Diskussionsreihe<br />
„Wie sieht die Stadt aus, in der wir leben wollen?“</strong></p>
<p><strong>Dienstag 17.11.09,  19:30 Uhr</strong> im Gängeviertel<br />
<strong>„Die Stadt gehört ja eigentlich allen“</strong> mit:<br />
- Dr. Andrej Holm / Institut für Humangeographie Goethe-Universität FFM<br />
- Prof. Dr. Ingrid Breckner / Stadt- und Regionalsoziologie HCU-Hamburg<br />
- Christoph Schäfer / Park Fiction, Es regnet Kaviar, Hamburg<br />
- Moderation: Ole Frahm / FSK, Hamburg</p>
<p><strong>Dienstag 01.12.09, 19:30</strong> Uhr im Gängeviertel<br />
<strong>„Sehnsucht nach Altem – Die Stadt und die Erinnerung“</strong> mit:<br />
- Prof. Dr. Hermann Hipp / Denkmalverein, Kunsthistoriker Uni Hamburg<br />
- Jo Claussen-Seggelke / Stadtplaner SRL, Hamburg<br />
und weiteren</p>
<p><strong>Dienstag 15.12.09,  19:30 Uhr</strong> im Gängeviertel<br />
<strong>„Räume für Kultur“</strong> mit:<br />
- Amelie Deulhard / Kampnagel, Hamburg<br />
und weiteren</p>
<p><span id="more-1565"></span></p>
<p>Mit der Besetzung des Gängeviertels entstand über Nacht eine selbstorganisierte „Traumstadt“ – mitten in Hamburg. Diese steht der Stadt des Ausschlusses und der Verdrängung, der Stadt des Höchstbieterverfahrens und der Stadt der Tiefgaragen, der Stadt des Marketings und der Stadt der Eventkultur entgegen. Das wirft die Frage auf, wie denn die Stadt eigentlich aussieht, in der wir alle leben wollen.<br />
Darüber möchte die Initative „Komm in die Gänge“ eine lebhafte Diskussion in der Hamburger Stadtbevölkerung anregen, denn u.a. mit der Besetzung des Gängeviertels wurde die Frage zwar endlich auf die stadtpolitische Tagesordnung gesetzt, aber entsprechend unserer Forderung nach „Recht auf Stadt“ für alle, soll die Diskussion darüber vor allem von den StadtbewohnerInnen selber getragen werden.<br />
Drei Themenkomplexe, die im Zuge der Besetzung des Gängeviertels eine zentrale Rolle spielen, werden aufgegriffen und mit eingeladenen ExpertInnen näher beleuchtet. Alle, die Interesse haben, sind herzlich eingeladen, sich an folgenden Terminen an der Diskussion zu beteiligen:</p>
<p>Dienstag 17.11.09,  19:30 Uhr im Gängeviertel<br />
„Die Stadt gehört ja eigentlich allen“ mit:<br />
- Dr. Andrej Holm / Institut für Humangeographie Goethe-Universität FFM<br />
- Prof. Dr. Ingrid Breckner / Stadt- und Regionalsoziologie HCU-Hamburg<br />
- Christoph Schäfer / Park Fiction, Es regnet Kaviar, Hamburg<br />
- Moderation: Ole Frahm / FSK, Hamburg</p>
<p>Dienstag 01.12.09, 19:30 Uhr im Gängeviertel<br />
„Sehnsucht nach Altem – Die Stadt und die Erinnerung“ mit:<br />
- Prof. Dr. Hermann Hipp / Denkmalverein, Kunsthistoriker Uni Hamburg<br />
- Jo Claussen-Seggelke / Stadtplaner SRL, Hamburg<br />
und weiteren</p>
<p>Dienstag 15.12.09,  19:30 Uhr im Gängeviertel<br />
„Räume für Kultur“ mit:<br />
- Amelie Deulhard / Kampnagel, Hamburg<br />
und weiteren</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1565/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1565/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1565/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1565/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1565/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1565/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1565/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1565/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1565/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1565/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1565&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/15/hamburg-gangeviertel-diskussionsreihe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Berlin: Die Wiederentdeckung der Wohnungspolitik</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/15/berlin-die-wiederentdeckung-der-wohnungspolitik/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/15/berlin-die-wiederentdeckung-der-wohnungspolitik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 19:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungspolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1560</guid>
		<description><![CDATA[Nach knapp zwanzig Jahren Liberalisierung und einer rot-roten Koalition, die sich wohnungspolitischen Diskussionen weitgehend verweigerte, entdeckt die Berliner Regierung aus SPD und Linken nun die Ziele der sozialen Stadtentwicklung wieder. Was Mieterorganisationen und Stadtteilinitiativen seit Jahren sagen, ist nun offensichtlich auch bei den linken Koalitionären angekommen: Berlin steuert auf eine Wohnungsnot zu und insbesondere die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1560&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nach knapp zwanzig Jahren Liberalisierung und einer rot-roten Koalition, die sich wohnungspolitischen Diskussionen weitgehend verweigerte, entdeckt die Berliner Regierung aus SPD und Linken nun die Ziele der sozialen Stadtentwicklung wieder. Was Mieterorganisationen und Stadtteilinitiativen seit Jahren sagen, ist nun offensichtlich auch bei den linken Koalitionären angekommen: Berlin steuert auf eine Wohnungsnot zu und insbesondere die Versorgung mit preiswerten Wohnungen kann in vielen Innenstadtgebieten nicht mehr sichergestellt. Die <em>Berliner Morgenpost</em> berichtet nun über einen inhaltlichen Vorstoß der Linkspartei: <a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1205853/Linke-will-staedtische-Wohnungen-in-teuren-Lagen.html"><strong>Linke will städtische Wohnungen in teuren Lagen</strong></a>.</p>
<blockquote><p>Die Linkspartei will den Bestand an kommunalen Wohnungen mehr als verdoppeln &#8211; gleichmäßig verstreut über die ganze Stadt. Mit dem Ankauf in angesagten Wohngegenden sollen sich auch sozial Schwächere dort die Miete leisten können.</p>
<p><span id="more-1560"></span></p></blockquote>
<p>Gute Idee, verwirrend sind allen die im Morgenpost-Artikel genannten Zahlen. Der wohnungspolitische Sprecher der Linken Uwe Döring wird wie folgt zitiert:</p>
<blockquote><p>. &#8222;Berlin    braucht einen Bestand an preiswerten kommunalen Wohnungen von hinreichender    Größe und Qualität im Umfang von mindestens 15 Prozent, das heißt mindestens    285.000 Wohnungen, verteilt über die gesamte Stadt&#8220;</p></blockquote>
<p>Im Artikel wird vorgerechnet, dass dies mehr als eine Verdoppelung von zur Zeit 120.000 landeseigenen Wohnungen bedeuten würde&#8230; Aber, da hat sich ein Rechenfehler eingeschlichen, denn der aktuelle Bestand dürfte selbst nach den drastischen Privatisierungsorgien der vergangenen Jahre bei etwa 270.000 Wohnungen liegen. Die Frage ist jetzt, ob die Regierung oder die Hausptstadtpresse nicht so genau Bescheid weiß &#8211; na auch egal, es geht ja auch nur um den kommunalen Wohnungsbestand in Berlin.</p>
<p>Der Koalitionspartner SPD ist hinsichtlich der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und der Ankaufidee skeptischer und will lieber den Sozialen Wohnungsbau neu auflegen:</p>
<blockquote><p>Auch der Koalitionspartner SPD sieht auf dem Wohnungsmarkt Handlungsbedarf,    steht der Idee der Linkspartei jedoch skeptisch gegenüber. &#8222;Wir    müssen den sozialen Wohnungsbau neu aufstellen&#8220;, sagt der    wohnungspolitische Sprecher der Partei, Michael Arndt.</p></blockquote>
<p>Auch dass wäre ein begrüßenswerte Kehrtwende der Berliner Wohnungspolitik, wurden doch die Förderprogramme seit 2001 eingestellt.</p>
<p>Beide Vorschläge kursieren als Forderungen bereits seit längerer Zeit in den politischen Debatten der Mieterorganisationen und Basisinitiativen &#8211; schön, dass sie nun die Ebene der politischen Entscheidungsträger erreicht haben. Wenn die rot-rote Regierung bei der Wiederentdeckung einer sozialen Wohnungspolitik auch nur annähernd so konsequent vorgehen würde wie bei der massiven Privatisierungen zu Beginn ihrer Amtsperiode, würde dies tatsächlich so etwas wie einen Hoffnungsschimmer für die Mietentwicklung in Berlin bedeuten. Doch Skepsis ist angebracht und sicher ist auch: die Wohnungspolitik wird immer nur so sozial sein, wie es von den Initiativen und Protestbewegungen eingefordert wird. Insofern also vor allem ein toller Anspurn für all jene, die sich in den Mieterorganisationen, in Mieten-Stop-Bündnis und Stadtteilinitiatviven egangieren.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1560/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1560/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1560/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1560/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1560/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1560/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1560/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1560/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1560/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1560/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1560&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/15/berlin-die-wiederentdeckung-der-wohnungspolitik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Berlin: Gentrification für alle &#8211; und zwar umsonst! (Veranstaltungshinweis)</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/11/berlin-gentrification-fur-alle-und-zwar-umsonst-veranstaltungshinweis/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/11/berlin-gentrification-fur-alle-und-zwar-umsonst-veranstaltungshinweis/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 19:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1551</guid>
		<description><![CDATA[Im Rahmen der bundesweiten Veranstaltungsreihe &#8222;Unternehmen Stadt übernehmen&#8220; (veranstaltet vom Arbeitsschwerpunkt Stadt und Raum der BUKO &#8211; ASSR/BUKO) finden am Freitag/Samstag (13./14. November) zwei spannende Veranstaltungen in Berlin unter dem folgenden Titel statt:
&#8222;Gentrification für alle &#8211; und zwar umsonst!&#8222;
Fr., 13.11.2009 // 20 Uhr // Kreuzberg Museum // Adalbertstr. 95a // Berlin:
Podiumsdiskussion mit Samira (Stadtteil-Aktivistin aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1551&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.buko.info/fileadmin/user_upload/stadtraum/img/logos/unternehmen_stadt200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" />Im Rahmen der bundesweiten Veranstaltungsreihe &#8222;<a href="http://www.buko.info/buko-projekte/as-stadt-raum/stadt-uebernehmen/">Unternehmen Stadt übernehmen</a>&#8220; (veranstaltet vom Arbeitsschwerpunkt Stadt und Raum der BUKO &#8211; ASSR/BUKO) finden am Freitag/Samstag (13./14. November) zwei spannende Veranstaltungen in Berlin unter dem folgenden Titel statt:</p>
<p>&#8222;<a href="http://www.buko.info/berlin/"><strong>Gentrification für alle &#8211; und zwar umsonst!</strong></a>&#8222;</p>
<p><strong>Fr., 13.11.2009 // 20 Uhr</strong> //<strong> </strong>Kreuzberg Museum // Adalbertstr. 95a // Berlin:<br />
<strong><a href="http://www.buko.info/berlin/gentification-fuer-alle-und-zwar-umsonst/">Podiumsdiskussion</a> </strong>mit <strong>Samira</strong> (Stadtteil-Aktivistin aus Berlin), <strong>Matthias Bernt</strong> (aktivistischer Stadtforscher aus Berlin) und <strong>Helma Haselberger </strong> (<a title="Opens external link in new window" href="http://www.syndikat.org/" target="_blank">Mietshäusersyndikat Freiburg)</a></p>
<p><strong>Sa., 14.11.2009 // 11 bis ca. 16:30 Uhr</strong> // Betroffenenvertretung Teutoburger Platz // Templiner Straße 17 // Berlin-Prenzlauer Berg:<br />
<strong>Workshop</strong><br />
11 Uhr: &#8216;Schöner Wohnen in der neoliberalen Stadt&#8217; &#8211; Einführung in die Berliner Wohnungspolitik,<br />
13 Uhr: &#8217;Die Häuser denen, die drin wohnen?&#8217; &#8211; Strategien, Aktionen, Bündnisse für eine soziale und radikaldemokratische Wohnungspolitik, Diskussion mit stadtpolitisch aktiven Gruppen und allen Interessierten</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1551/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1551/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1551/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1551/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1551/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1551/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1551/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1551/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1551/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1551/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1551&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/11/berlin-gentrification-fur-alle-und-zwar-umsonst-veranstaltungshinweis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.buko.info/fileadmin/user_upload/stadtraum/img/logos/unternehmen_stadt200x300.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Berlin: Zweierlei Aufwertungsperspektiven</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/11/berlin-zweierlei-aufwertungsperspektiven/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/11/berlin-zweierlei-aufwertungsperspektiven/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 18:18:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrification]]></category>
		<category><![CDATA[Neukölln]]></category>
		<category><![CDATA[Nord-Neukölln]]></category>
		<category><![CDATA[Pioniere]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1545</guid>
		<description><![CDATA[In der taz von heute gibt es zwei Beiträge, die zumindest in ihren Überschriften ankündigen, sich mit Gentrification zu beschäftigen. Jan Feddersen erklärt in seiner Kolumne: &#8222;Gentrification &#8211; na, prima!&#8222;, Peter Nowak beschreibt in seinem Beitrag: &#8222;Eine türkische Familie unter Druck. Wie Migranten mit der Gentrifizierung zurechtkommen&#8222;.
Kurz zusammengefasst fragt sich Jan Feddersen, der selbst im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1545&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In der<em> taz</em> von heute gibt es zwei Beiträge, die zumindest in ihren Überschriften ankündigen, sich mit Gentrification zu beschäftigen. Jan Feddersen erklärt in seiner Kolumne: &#8222;<a href="http://www.taz.de/nc/1/debatte/kolumnen/artikel/1/gentrification-na-prima"><strong>Gentrification &#8211; na, prima!</strong></a>&#8222;, Peter Nowak beschreibt in seinem Beitrag: &#8222;<a href="http://www.taz.de/nc/regional/berlin/aktuell/artikel/1/eine-tuerkische-familie-unter-druck"><strong>Eine türkische Familie unter Druck. Wie Migranten mit der Gentrifizierung zurechtkommen</strong></a>&#8222;.</p>
<p>Kurz zusammengefasst fragt sich Jan Feddersen, der selbst im Aufwertungsverdachtsgebiet Nord-Neukölln wohnt, was denn an der Aufwertung eigentlich schlecht sei und lässt uns an seinen Vorstellungen von einer &#8222;guten Stadt&#8220; teilhaben:</p>
<p><span id="more-1545"></span></p>
<blockquote><p>Ist das okay, dass, mit dieser Urbanisierung, besser: Entghettoisierung, nun Ökoläden Platz greifen, Goldschmieden und Künstlercafés? Natürlich, muss man sagen, denn (&#8230;) die Schwabisierung des Prenzlauer Bergs (&#8230;) hat (&#8230;) in Ostberlin heftig dazu beigetragen, die frühere Hauptstadt der DDR aufzuhübschen &#8211; ihr ein ökofarbiges Image zu verpassen. Ist doch nett, in freundlichen Cafés zu sitzen, in nette Clubs zu gehen &#8211; das ist dann nicht mehr die gastronomische Kultur jener, die Konstantin Wecker in seinem Lied &#8222;Willy&#8220; skizzierte, die stinkenden Bierschwemmen mit den edlen proletarischen Wilden, aber man hat eine gediegene Friedlichkeit um sich, die nur nicht schätzt, wer sich nach jugendlichem Rock n Roll zurücksehnt.</p></blockquote>
<p>Entsprechend wenig Verständnis gibt es von ihm für die Anti-Gentrification-Haltung der zuziehenden Studierenden, zumal die ja sicher die steigenden Mieten mit Hilfe ihrer Eltern verkraften werden.</p>
<p>Ganz anders der Beitrag von Peter Nowak, der sich mit dem Theaterstücks &#8222;&#8220;Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht&#8220; (zur Zeit im HAU-Theater auf dem Programm).</p>
<blockquote><p>Das Stück zeigt, wie sich die viel beschworene Gentrifizierung im Alltag einer fünfköpfigen Familie mit migrantischem Hintergrund auswirkt. Alle Figuren sind gezwungen, sich zu verkaufen &#8211; auch wenn sie es selber nicht wahrhaben wollen.</p></blockquote>
<p>In andere Kontexten wurden solche Zwänge zu mehr Arbeit in Folge steigender Wohnkosten als Verdrängung aus dem Lebensstil beschrieben. Für vergleichbare Familien in Neukölln ist es sicherlich fraglich, ob sie die schöngeistigen Urbanitätsvorstellungen von Jan Feddersen auch noch teilen, wenn die nächste Mieterhöhung ins Haus flattert.</p>
<p>Beide Beiträge verdeutlichen aber nochmal sehr schön, dass es keine pauschale Beurteilungskriterien für Gentrificationprozesse gibt, sondern eine Beurteilung von der eigenen sozialen Lage und Milieuzugehörigkeiten durchdrungen ist. Insbesondere kritische Diskurse sollten deshalb beständig versuchen, die ästhetische Ebene der Diskussion durch eine (Re)Thematisierung der sozialen Aufwertungseffekte zu ersetzen. Anders als subjektive Einschätzungen/Empfindungen zur Quartiersqualität bieten sozialökonomische Analysen etwa zu den Zugängen zu und Kosten von Wohnungen in Aufwertungsgebieten ein halbwegs objektives Kriterium für die Beurteilung der Aufwertungsfolgekosten.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1545/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1545&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/11/berlin-zweierlei-aufwertungsperspektiven/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Hamburg: &#8222;Recht auf Stadt&#8220; soll Hamburgs Seele retten</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/09/hamburg-recht-auf-stadt-soll-hamburgs-seele-retten/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/09/hamburg-recht-auf-stadt-soll-hamburgs-seele-retten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 21:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1540</guid>
		<description><![CDATA[In der Süddeutschen Zeitung von heute gibt es einen bemerkenswerten Artikel von Till Briegleb: Kampf um die Stadt. (Süddeutsche Zeitung  Nr.258, Montag, den 09. November 2009 , Seite 13)
Aufgegriffen werden die aktuellen Proteste gegen eine unternehmerische Stadtpolitik und das breite öffentliche Echo auf das Manifest gegen einseitige Aufwertungsstrategien in der Stadt: &#8222;Not in Our [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1540&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In der Süddeutschen Zeitung von heute gibt es einen bemerkenswerten Artikel von Till Briegleb: <strong>Kampf um die Stadt. (</strong>Süddeutsche Zeitung  Nr.258, Montag, den 09. November 2009 , Seite 13)</p>
<p>Aufgegriffen werden die aktuellen Proteste gegen eine unternehmerische Stadtpolitik und das breite öffentliche Echo auf das Manifest gegen einseitige Aufwertungsstrategien in der Stadt: &#8222;Not in Our Name&#8220;, dass von Künstler/innen und Stadtaktivist/innen kürzlich in Umlauf gebracht wurde. Schon im Untertitel holt Till Briegleb weit aus:</p>
<blockquote><p>Bei der Besetzung von Künstlerquartieren geht es um die Zukunft der Gesellschaft</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-1540"></span></p></blockquote>
<p>Eigentlich ging es ja nur um die Verhinderung einer Abrissplanung und die Forderung nach einer besseren Stadtpolitik &#8211; jetzt ruft die Süddeutsche Zeitung die Revolte aus. Von einem &#8222;politischen Wunder&#8220; ist die Rede und von &#8222;unerklärlichen Wandlungen&#8220; der Politik seit rund 200 Künstler im August das Gängeviertel besetzt haben:</p>
<blockquote><p>Bürgerschaft und Senat, Verbände und Springer-Medien beschäftigen sich plötzlich mit geradezu lutherischem Eifer mit kapitalismuskritischen Positionen.</p></blockquote>
<p>Gemeint ist wohl, dass die Presse ihrem Auftrag zur Berichterstattung nachkommt und die Hamburger Bürgerschaft in einer aktuellen Stunde über die öffentlich artikulierte Kritik an den bisherigen Stadtentwicklungskonzepten diskutiert hat. Früher hätten wir das &#8216;Wunder von Hamburg&#8217; wahrscheinlich einfach Demokratie genannt, oder so ähnlich. Denn die Verhandlung dessen, was die Allgemeinheit betrifft ist ja im engeren Sinne der Zweck von Politik.  In der <em>Süddeutschen Zeitung</em> klingt es, als stünden wir an einer Zeitenwende wie mit dem Mauerfall vor 20 Jahren.</p>
<p>Eine regelrechte stadtpolitische Wende &#8211; so die Argumentation des Artikels &#8211; habe sich in Hamburg ereignet. Da wird im Internet das &#8222;Recht auf Stadt&#8220; gefordert und in einem flott geschriebenen Manifest veröffentlicht und schon geraten alle politischen Koordinaten der Stadt durcheinander:</p>
<blockquote><p>Das aber ist ein Gefühl, das auch Lokaljournalisten und Parlamentarier teilen können, weswegen sie sich plötzlich geradezu dankbar dafür zeigen, dass jemand das Recht der Bürger auf ihre Stadt so formuliert, dass sie sich die Sache politisch zu eigen machen können. Das traditionell stark regierungshörige Hamburger Abendblatt verwandelt sich in dieser Debatte endlich in eine Zeitung mit Haltung, in der flammende Kommentare gegen die weitere Stadtzerstörung durch gesichtslose Neubauten und für den Erhalt der Künstlerkolonie Gängeviertel im Hinterhof des Verlagsgebäudes stehen. Und die traditionell investorenhörigen CDU-Politiker der Stadt empören sich plötzlich über die Erpressermentalitäten von Immobilien-Entwicklern, womit sie sich unversehens in einer großen Koalition befinden, die über das grün-linke Bildungsbürgertum bis zu den Rote-Flora-Aktivisten reicht, die man sonst so gerne als Chaoten beschimpft.</p></blockquote>
<p>Und alle haben sich lieb:</p>
<blockquote><p>Ganz offensichtlich ist die Diskussion über den Wert städtischen Lebens so überfällig, dass selbst heißgeliebte Feindbilder sie nicht mehr aufhalten können.</p></blockquote>
<p>In einem philosophischen Gedankengang verortet Till Briegleb den Erfolg der &#8222;Recht auf Stadt&#8220;-Forderung in seinem &#8222;konservativem Geist&#8220; &#8211; schließlich geht es ja um ein Schützen und Bewahren. Da stört es dann auch nicht, wenn die &#8222;Impulsgeber aus der linken Subkultur&#8220; stammen. Hinter den Forderungen, Besetzungen und Protesten stünde &#8211; so Briegleb &#8211; eine &#8222;Wertediskussion, die persönliche gegen kommerzielle Ansprüche zu behaupten versucht&#8220;. Der &#8222;antikapitalistische Zungenschlag&#8220; liege daher in der &#8222;Natur der Sache&#8220; und sei zu verkraften, schließlich ginge es letzten Endes darum die &#8222;<span style="text-decoration:underline;">Seele der Stadt</span>&#8220; zu retten.</p>
<blockquote><p>Während das investmentgesteuerte Stadtdesign eine global verarmte Sprache aus Läden, Neubauten und Verkehrswegen produziert, lieben Menschen immer noch Attribute von Heimat, die sich dem Geldwert-Denken entziehen. Kleine Krämer, verfallene Nischen, verwunschene Parks, eigensinnige Kneipen, skurrile Nachbarschaften, architektonischer Eigensinn oder einfach Erinnerungsorte geben einer Stadt ihre Seele, bedürfen aber besonderer Obhut, denn sie dienen einer wirtschaftlichen Wachstumsideologie höchstens mittelbar.</p></blockquote>
<p>Die armen Künstler/innen im Gängeviertel. Die Revolte der Aufwertungspioniere zielte ja tatsächlich in eine sinnvolle Richtung &#8211; doch statt neuer Mehrheiten für eine andere Stadtpolitik haben sie nun die neoliberalen Stadtgestalter aller politischen Lager am Hals. Erst erklärt Richard Florida den partiellen Erfolg der Besetzung im Gängeviertel zum globalen Modell für die Creativ-City-Formation, dann entdecken Hamburgs Senator/innen den Wert der Künstler/innen für die Stadtentwicklung und nun sollen sie auch noch für die Heimatgefühle der <em>Süddeutschen Zeitung </em>aufkommen. Mit dem &#8222;Recht auf die Stadt&#8220; hat das alles immer weniger zu tun. Ein &#8222;Recht auf die Stadt&#8220; muss offensichtlich nicht nur eingefordert, erkämpft und durchgesetzt werden, sondern sich vor allem der unzähligen Vereinnahmungsversuche erwehren. Hamburg könnte also zum Prototyp der Auseinandersetzung um die &#8216;Seele&#8217; von städtischen sozialen Bewegung werden.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1540/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1540&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/09/hamburg-recht-auf-stadt-soll-hamburgs-seele-retten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Berlin: Luxuswohnen trotz Krise weiter im Trend</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/07/berlin-luxuswohnen-trotz-krise-weiter-im-trend/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/07/berlin-luxuswohnen-trotz-krise-weiter-im-trend/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 22:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Luxuswohnen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1533</guid>
		<description><![CDATA[Nicht wenige hatten sich ja angsichts der Finanzkrise Hoffnung gemacht, der beginnende Bauboom im Luxuswohnsegment würde in Berlin schnell in sich zusammenbrechen. Die Orco-Pleiten in den Fehrbelliner Höfen und am Kurfürstendamm (Haus Cumberland) &#8211; beide Bauprojekte wurden trotz begonnener Arbeiten eingestellt &#8211; schienen diese Kriseneffekte zu bestätigen. Doch die erfolgreichen Fertigstellungen der Luxuswohnprojekte Marthashof oder [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1533&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div class="wp-caption alignright" style="width: 249px"><img src="http://www.marcopolo.de/cms/uploads/pics/sp_hotelsterne_wasserhahn23_01.jpg" alt="" width="239" height="134" /><p class="wp-caption-text">Luxuswohnen in Berlin: mehr als goldenen Wasserhähne</p></div>
<p>Nicht wenige hatten sich ja angsichts der Finanzkrise Hoffnung gemacht, der beginnende Bauboom im Luxuswohnsegment würde in Berlin schnell in sich zusammenbrechen. Die Orco-Pleiten in den<em> Fehrbelliner Höfen</em> und am Kurfürstendamm (<em>Haus Cumberland</em>) &#8211; beide Bauprojekte wurden trotz begonnener Arbeiten eingestellt &#8211; schienen diese Kriseneffekte zu bestätigen. Doch die erfolgreichen Fertigstellungen der Luxuswohnprojekte <em>Marthashof</em> oder <em>Palais</em> <em>KolleBelle</em> in Berlin Prenzlauer Berg weisen in eine andere Richtung. Die von den Maklern herbeigeredeten krisenfesten Investitionen ins Betongeld, scheinen ganz erfolgreich gewesen zu sein.</p>
<p>Ein ausführlicher Bericht über die aktuelle Marktlage des Berliner Luxuswohnsegments ist in der Immobilienbeilage der <em>Berliner Zeitung</em> zu finden: <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1107/forum/0017/index.html"><strong>Luxus nach Maß</strong></a>. Vincent Mulder vom niederländischen Projektentwickler Kondor Wessels gibt darin ausführlich Auskunft über seine Markteinschätzung und sagt den Berliner Luxuswohninvestitionen eine goldenen Zukunft voraus:</p>
<p><span id="more-1533"></span></p>
<blockquote><p>&#8222;Berlin hat gegenüber Metropolen wie Hamburg und München große Vorteile&#8220;, sagt Mulder. Bis zu 20 Prozent günstigere Immobilienpreise und die noch immer zahlreichen Brachen oder altbebauten Flächen böten ideale Voraussetzungen -auch wenn das Potenzial mancher 1A-Lage oft noch hinter mannshohen bürokratischen Hürden schlummere. Zu guter Letzt ist das luxusaffine Kaufklientel in Berlin kaum krisenanfällig. Denn wo Hamburgs Elite vielfach in konjunkturabhängigen Branchen wie etwa der Reederei die Brötchen verdient und viele Münchner am seidenen Faden des Gewerbesektors baumeln, agieren Berlins begüterte Immobilienfans überwiegend in den Bereichen Dienstleistung, Medien und Politik &#8211; und dort bläst die Wirtschaftskrise bislang nur als laues Lüftchen.</p></blockquote>
<p>Unter anderem wird in dem Beitrag das <em>Projekt Charleston</em> am Potsdamer Platz vorgestellt. Die Fakten werden kurz zusammengefasst:</p>
<blockquote><p>Das Prestigeobjekt Charleston soll das quirlige Leben der &#8222;Wilden Zwanziger&#8220; an den Platz zurückbringen und zugleich sichtbar hohe Wohnkultur repräsentieren. &#8222;Luxus bedeutet hier, die Vorzüge einer 1A-Lage in hochwertig ausgestatteten Wohneinheiten, auf hohem architektonischen Niveau genießen zu können und dabei von einer erstklassigen städtischen Infrastruktur zu profitieren&#8220;, sagt Mulder. Die Anlage verfügt über einen eigenen Wellnessbereich, einen Doorman, einen Hotelservice und einen Concierge, der bei Bedarf selbst die Abendplanung für die Bewohner kostenlos regelt. Die 72 klimatisierten nach neuesten Energiestandards ausgestatteten Wohnungen sind bis zu 310 Quadratmeter groß und kosten durchschnittlich 5.300 Euro pro Quadratmeter. Das Geschäft läuft gut, bis zur Eröffnung im Frühjahr 2010 dürften die 40 Eigentumswohnungen und 32 Mietwohnungen belegt sein.</p></blockquote>
<p>Gut, so ungefähr hatten wir uns das auch vorgestellt. Interessant sind die im Beitrag verteilten Hinweise auf die Käuferschichten solcher Luxuswohnungen. Über das bereits vorgestellte Projekt Charleston etwa wird berichtet:</p>
<blockquote><p>Interessenten kommen vor allem aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und den alten Bundesländern. Oft sind es Politiker oder Manager, die einen Zweitwohnsitz brauchen oder nach einer zukunftsträchtigen Kapitalanlage suchen. (&#8230;) Allein waschechte Berliner scheinen sich für die neuen Luxusresidenzen nicht begeistern zu können.</p></blockquote>
<p>Auch Thomas Klinkert von der Asset Grundbesitz AG bestätigt diese exogene Nachfragestruktur und glaubt, dass</p>
<blockquote><p>&#8230; luxusaffine Berliner schlicht vom großen Angebot der vergangenen Jahre &#8222;übersättigt&#8220; sind und längst eine geeignete Behausung in einem der In-Bezirke gefunden haben.</p>
<p>Klinkert schaltet seine Anzeigen deswegen längst nur noch außerhalb der Stadtgrenzen. Und das mit Erfolg: Am Prenzlauer Bogen finden die angebotenen Townhouses und Penthouses vor allem bei älteren Familien mit Kindern und jungen, oftmals homosexuellen Pärchen aus dem Westen Anklang. Das Gros der Käufer kommt aus dem intellektuellen Bereich&#8230;</p></blockquote>
<p>Wir fassen die wesentlichen Hinweise der Luxuswohnklientel nochmal kurz zusammen: &#8222;junge, oftmals homosexuelle Pärchen&#8220;, &#8222;aus dem intellektuellen Bereich&#8220;, &#8222;agieren (&#8230;) überwiegend in Bereichen Dienstleistung, Medien und Politik&#8220;</p>
<p>Das klingt, als würde sich Richard Floridas &#8216;creative class&#8217; in Berlin einrichten. Besonderes Merkmal der Berliner Situation: die meisten kommen &#8222;aus dem Westen&#8220;.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1533/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1533/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1533/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1533/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1533/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1533/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1533/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1533/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1533/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1533/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1533&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/07/berlin-luxuswohnen-trotz-krise-weiter-im-trend/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.marcopolo.de/cms/uploads/pics/sp_hotelsterne_wasserhahn23_01.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Hamburg: Floridarisierung des Protestes</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/hamburg-floridarisierung-des-protestes/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/hamburg-floridarisierung-des-protestes/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 21:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[creative city]]></category>
		<category><![CDATA[creative class]]></category>
		<category><![CDATA[Gängeviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrification]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativszene]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtmarketing]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1524</guid>
		<description><![CDATA[Die harte Haltung des Senats war nicht mehr aufrechtzuerhalten &#8211; sowohl Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (Grüne) als auch Kultursenatorin Katrin von Welck (parteilos)  gehen auf Tuchfühlung mit den Künstler/innen die seit Ende August einige Gebäude im Gängeviertel besetzt hatten. Die Stadt will offenbar die künftigen Nutzungskonzepte überdenken &#8211; bisher plante ein holländischer Investor den Abriss [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1524&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die harte Haltung des Senats war nicht mehr aufrechtzuerhalten &#8211; sowohl Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (Grüne) als auch Kultursenatorin Katrin von Welck (parteilos)  gehen auf Tuchfühlung mit den Künstler/innen die seit Ende August einige Gebäude im Gängeviertel besetzt hatten. Die <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,657653,00.html">Stadt will offenbar die künftigen Nutzungskonzepte überdenken</a> &#8211; bisher plante ein holländischer Investor den Abriss und Neubau großer Teile des Altbauviertels. Soweit, so schön.</p>
<p>Doch wo die harte Hand nicht hinlangt, werden weiche Standortfaktoren ausgepackt. So auch in Hamburg: wenn es schon nicht gelingt die unternehmerischen Strategien der Stadtentwicklung durch direkte Investitionen durchzusetzen, soll doch wenigstens ein Marketinggewinn herausspringen, wenn sich die protestiertenden Künstler/innen schon so weit in die Öffentlichkeit der stadtpolitischen Debatte hinauswagten. Mit prominenter Unterstützung von Richard Florida himself wird jetzt eine Vereinnahmungsstrategie aufgetischt. Wenn schon kein internationaler Investor im Gängeviertel, dann soll Hamburg zumnindest internationales Modell für die Förderung der kreativen Klasse werden. Marke Hamburg &#8211; egal wie: <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,659833,00.html"><strong>US-Ökonom Florida will Künstler an öffentlichem Eigentum beteiligen</strong></a>.</p>
<p><span id="more-1524"></span></p>
<p>Besonders hinterhältig an dem Spiegel-Artikel ist die Unterstellung, dass für Furore sorgende Manifest der Künstler/innen &#8222;<a href="http://buback.de/nion/">Not in Our Name &#8211; Marke Hamburg</a>&#8220; sei von den &#8222;<a href="http://www.creativeclass.com/">Creative City&#8220;-Debatten Richard Floridas</a> inspiriert worden:</p>
<blockquote><p>Seine Thesen von der &#8222;Kreativen Klasse&#8220; stehen im Zentrum der Gentrifizierungsdebatte und haben in Hamburg ein vielbeachtetes Manifest inspiriert &#8211; jetzt nimmt der US-Ökonomieprofessor Richard Florida Stellung: Die Hansestadt könnte weltweit als Modell dienen.</p></blockquote>
<p>Richard Florida gilt als Papst für die moderne Version neoliberaler Stadtpolitik und hat mit seinen Thesen von der &#8216;creative class&#8217; und den &#8216;creative cities&#8217; hunderte von Stadtverwaltungen dazu gebracht, sich im internationalen Wettbewerb um die Rosinen der globalen Wissenökonomie von ihrer toleranten Seite zu zeigen und angenehme Rahmenbedingungen für die neuen Dienstleistungseliten zu schaffen.</p>
<p>Die wissenschaftlich umstrittenen Annahmen, dass gut ausgebildete Wissensarbeiter/innen (die als Kreative bezeichnet werden) sich ihre Arbeitsorte nach den Lebensqualitäten der jeweiligen Städte auswählen, hat zu einer beispiellosen Förderkonkurrenz von Städten geführt, wenn es darum ging, attraktive Lebensbedingungen für die Umworbenen zu schaffen. Kaum eine Großstadt in Europa und Nordamerika, die keine Förderprogramme für die Kreativwirtschaft aufgesetzt hat, kaum eine Stadtverwaltung, die auf tolerante Images und die Unterstützung eines vitalen Kulturangebotes verzichtet. Letztlich ist aber diese Kreativitätsorientierung nur eine neue Spielart einer unternehmerischen Stadtpolitik, die durch selektive Förderungen und Attraktivierungsstrategien eine erfolgreiche ökonomische Positionierung im internationalen Wettbewerb erreichen möchte. Die Kehrseite solcher unternehmerischen Strategien sind jedoch immer die massiven Umverteilungen zu Lasten all jener, die im Bild der erfolgreichen Wirtschaftsmetropole keine Rolle spielen können oder sollen. Dabei ist es letztlich zweitrangig, ob im Metropolenwettbewerb auf harte oder weiche Standortfaktoren gesetzt wird.</p>
<p>Die nun anstehende Floridarisierung der Hamburger Stadtpolitik mag das Potential haben, einige Künstler/innen aus den Protestmobilisierungen herauszulösen &#8211; bezogen auf die neoliberale Orientierung der Stadtpolitik ist es jedoch keine Umkehr, sondern nur der Wechsel des Rennpferdes. Bleibt zu hoffen, dass die erfreulich breit angelegten Bündnisse gegen die Aufwertungspolitik in Hamburg dabei nicht unter die Räder kommen.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1524/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1524/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1524/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1524&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/hamburg-floridarisierung-des-protestes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Interview: … über Gentrifizierungsprozesse, Polizeiüberwachung und „das Böse“</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/interview-%e2%80%a6-uber-gentrifizierungsprozesse-polizeiuberwachung-und-%e2%80%9edas-bose%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/interview-%e2%80%a6-uber-gentrifizierungsprozesse-polizeiuberwachung-und-%e2%80%9edas-bose%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 17:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Andrej Holm]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrification]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1519</guid>
		<description><![CDATA[Die Stallpost ist das Studierendenmagazin der Fachschaft Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Die aktuellen Ausgabe widmet sich in ihrem Schwerpunkt dem Thema &#8222;Gentrification&#8220; (pdf).
Darunter ein lesenswertes Interview mit Steffen Jörg (Seite 13-16) vom Aktionsnetzwerk gegen Gentrification &#8222;Es regnet Kaviar&#8220;, der uns ein paar (auch kritische) Innenansichten der aktuellen Stadtteilmobilisierungen in Hamburg St. Pauli gewährt:
Stallpost: Aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1519&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/index.php?id=stallpost"><strong><em>Stallpost</em></strong></a> ist das Studierendenmagazin der Fachschaft Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Die aktuellen Ausgabe widmet sich in ihrem Schwerpunkt dem Thema &#8222;Gentrification&#8220; (<strong><a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/uploads/media/sp-22.pdf">pdf</a></strong>).</p>
<p>Darunter ein lesenswertes <em>Interview mit Steffen Jörg</em> (Seite 13-16) vom Aktionsnetzwerk gegen Gentrification &#8222;Es regnet Kaviar&#8220;, der uns ein paar (auch kritische) Innenansichten der aktuellen Stadtteilmobilisierungen in Hamburg St. Pauli gewährt:</p>
<blockquote><p>Stallpost: Aus welchen politischen Zusammenhängen und aus welchen sozialen Schichten kommen Hier bei uns an der Wand ist auch „Yuppies die Aktivist_innen von „Es regnet Kaviar“?</p>
<p>Steffen Jörg: (&#8230;) Die Zusammensetzung des Aktionsnetzwerkes ist nicht ein repräsentatives Abbild der Leute, die auf St. Pauli wohnen. Es ist größtenteils ein weiß-deutsch, akademisch und von der Mittelschicht geprägter Zusammenhang. Und das ist tatsächlich ein Problem: Wie kriegt man es hin, Leute die nicht aus so einem Kontext kommen, Leute die einen migrantischen oder einen sozial anderen Hintergrund haben, in solche Netzwerkstrukturen und in  so eine Aktivierung hinein zu bekommen.</p></blockquote>
<p>Ein Beitrag von <em>Marco Tiesler &#8222;Gentrifizierung: Die Empörung des Bürgertums &#8211; Gefahren eines Salonbegriffs!&#8220;</em> (Seite 9-12) greift die soziale Zusammensetzung vieler Anti-Gentrification-Initiativen auf und setzt sich mit der Gefahr einer selbstbezogenen Salonpolitik auseinander, die sowohl die wirklichen Verlierer städtischer Verwertungsprozesse als auch die sozialen Dimensionen selbst aus den Augen verliere.</p>
<p>Mit im Heft ist auch ein kleines Interview mit mir: <em>&#8230; über Gentrifizierungsprozesse, Polizeiüberwachung und &#8222;das Böse&#8220;</em> (Seite 4-8). Wie der Titel vermuten lässt ein ziemlicher Rundumschlag, für alle die es mögen, hier dennoch dokumentiert:</p>
<p><span id="more-1519"></span></p>
<p><strong>Interview mit Andrej Holm</strong></p>
<p><strong>&#8230; über Gentrifizierungsprozesse, Polizeiüberwachung und &#8222;das Böse&#8220;</strong></p>
<p style="text-align:right;">(in Stallpost, Zeitung des Fachschaftsrates Sozialwissenschaften der Univerität Hamburg, Ausgabe 22, Wintersemester 2009/10)</p>
<p>Den Stadtsoziologen Andrej Holm kann man guten Gewissens Gentrification-Experten nennen. Sein Forschungsschwerpunkt brachte ihn sogar schon einmal in Untersuchungshaft. Ein anderes Leben als das des kritischen Wissenschaftlers kann er sich trotzdem nicht vorstellen. Holm ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Humangeographie in Frankfurt am Main. Er ist 1970 in Leipzig geboren und studierte und promovierte in Berlin. Er schreibt für den <em>Freitag</em> und die <em>Junge Welt</em> und betreibt einen Blog, in welchem er Nachrichten und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Gentrification zusammenfasst und wissenschaftliche Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich macht (gentrificationblog.wordpress.com).</p>
<p><strong>Stallpost: Die Einstiegsfrage an den Experten: Was ist Gentrification in 3 Sätzen</strong>?</p>
<p>Andrej Holm: Gentrification ist der Prozess einer baulichen und ökonomischen Aufwertung von Stadtvierteln, die mit Verdrängungsprozessen sozial und ökonomisch benachteiligter Bevölkerungsgruppen einhergeht. Typisch für Gentrificationprozesse sind ein kultureller Wandel in der Nutzung und Wahrnehmung des Quartiers und ein weitgehender Bevölkerungsaustausch von statusniederen durch statushöhere Bevölkerungsgruppen. Es ist ein sehr facettenreicher Prozess, der ökonomische Prozesse, kulturelle Prozesse, soziale Prozesse und politische Regulation umfasst.</p>
<p><strong>Ist das ein neues Phänomen?</strong></p>
<p>Die Geografin Ruth Glass hat Mitte der 60er als Erste diesen Begriff benutzt, um Aufwertungsprozesse in London Islington zu beschreiben und seitdem ist der Begriff auf vergleichbare Phänomene in vielen westeuropäischen, aber auch nordamerikanischen Städten übertragen worden.</p>
<p><strong>Gibt es die Verdrängungsprozesse selbst auch erst seit den 60er Jahren? </strong></p>
<p>Wir haben sicher in früheren Stadtentwicklungsphasen auch Situationen gehabt, die in der Regel heute eher von Stadthistorikern nachgezeichnet werden, in denen es zu Bevölkerungsaustausch kam. Man denke vielleicht an die große Umstrukturierung in Paris durch Haussmann, der ganze Armenviertel in der Pariser Innenstadt abreißen ließ. Neu an dem Gentrificationprozess ist, dass er nicht im Zuge eines städtischen Erweiterungs- und Wachstumsprozesses stattfinden muss, sondern dass es ein Rückzug in bestimmte Gebiete ist, der vorher schon mal von Bürgerlichen- oder Mittelklassegruppen okkupiert waren. Also dieses Rückkehren &#8211; das ist das Neue. Verdrängung findet man in früheren Phasen der Städte auch.</p>
<p><strong>Mal ganz ehrlich, ist das nicht ein ganz normaler evolutionärer Prozess, der sich auch von selbst wieder richtet?</strong></p>
<p>Stadt verändert sich immer. Insofern kann man schon sagen, es sei die Normalität eines kapitalistischen Stadtentwicklungsprozesses und nicht besonders aufsehenerregend. Aber die ständigen Neustrukturierungen produzieren in den Aufwertungsgebieten, aber indirekt  auch in anderen Teilen der Stadt, permanent Nutzungskonflikte zwischen sozialen Gruppen. Da geht es meist um den Zugang zur Wohnungsversorgung, der in kapitalistischen Gesellschaften in der Regel über Geld, also ökonomische Ressourcen, geregelt wird. Das hat soziale Konsequenzen, die in der Gentrificationforschung und auch in der öffentlichen Kritik meist im Mittelpunkt stehen.</p>
<p><strong>Was sind die sozialen Kosten, die auf die Betroffenen und die Städte zukommen?</strong></p>
<p>Aus stadtpolitischer Perspektive sind die sozialen Kosten als Segregation oder sozialräumliche Polarisierung zu beschreiben: Die logische Konsequenz von der Konzentration Besserverdienender in bestimmten Bereichen, ist die Konzentration armer und ausgegrenzter Gruppen in anderen Teilen der Stadt. Mit Gentrifizierungsprozessen wird genau diese Konzentration vorangetrieben. Hinzu kommt die eher individuelle Perspektive, dass gerade die ökonomisch benachteiligten Haushalte auf ortsnahe Beziehungs- und Netzwerkbildung angewiesen sind, um ihren Alltag zu bewältigen. Das heißt, Gentrification bedeutet für sie den Verlust an sozialen und kulturellen Raumaneignungsressourcen.</p>
<p><strong>Heißt das auch, dass die 70jährige Oma, die seit Jahren dort lebt, verdrängt wird?</strong></p>
<p>Gerade in Deutschland haben wir ein relativ stark ausgeprägtes Mietrecht und wir haben häufig die Situation, dass Aufwertungsprozesse mit Sanierungssatzungen einhergehen, die es ermöglichen bestimmte Schutzmechanismen einzuführen. Es gab durchaus Instrumente, die versucht haben gerade ältere BewohnerInnen vor solchen Auszügen zu schützen oder nachbarschaftsnah mit bestimmtem Wohnraum zu versorgen. Trotzdem zeigen die Statistiken z.B. in den Ostberliner Aufwertungsgebieten der 90er Jahre, dass sich die Zahl von Rentnerinnen und Rentnern im Laufe der Sanierungsprozesse drastisch verringert hat. Ob die Auszüge jetzt freiwillig oder unfreiwillig waren und unter welchen Konditionen erfolgten, das sagen diese Zahlen noch nicht. Ich kenne aber einzelne Studien, in denen Bewohner, die teilweise 40-50 Jahre in dem bestimmten Gebiet verbracht haben, in Interviews äußern, dass sich in ihren Straßenzügen so viel verändert hat, dass sie sich nicht mehr Zuhause fühlen.</p>
<p><strong>Man kann ja das Gefühl haben, dass Gentrification zu einem Modethema avanciert. Sozialwissenschaftler und Geografen stürzen sich auf das Thema und auch in Alltagsgespräche hat der Begriff Eingang gefunden. Können Sie sich das erklären? </strong></p>
<p>Es wird viel über Gentrification gesprochen und geschrieben, weil es viel Gentrification gibt. Das Modethema ‚Gentrification’ entsteht ja nicht auf einer abstrakten Diskursebene, sondern spiegelt reale Prozesse der Stadtentwicklung wieder. Zudem ist es ein globales Phänomen und wird selbst in den  Städten Asiens und in brasilianischen Metropolen beobachtet. Dass der Begriff in Deutschland gerade eine regelrechte Medienkarriere durchläuft,  hat meiner Meinung nach viel damit zu tun, dass in den größeren Städten die Versorgungsprobleme zunehmend auch Mittelklassehaushalte betreffen. Die JournalistInnen erschrecken, weil sie selbst oder das prototypische Lehrerehepaar in Frankfurt Nordend, in Berlin Prenzlauer Berg, in Hamburg St. Pauli, keine Wohnung mehr finden. In Zeiten, in denen es ein Problem ausschließlich von ökonomisch Benachteiligten war, gab es nicht so eine Medienpräsenz wie jetzt.</p>
<p><strong>Also jetzt wo es auch die Reicheren betrifft geht man auf die Barrikaden.</strong></p>
<p>Genau. Jetzt wo es um das bürgerliche Eigenmilieu geht.</p>
<p><strong>Besteht eine Gefahr, dass jeder gleich „Gentrifizierung“ schreit, wenn die eigenen Mieten erhöht werden? </strong></p>
<p>Es gibt Tendenzen, dass leichteste Anzeichen eines Nachbarschaftswandels, zum Beispiel die Eröffnung eines studentisch geprägtes Cafés, sofort als Indiz eines beginnenden Gentrifizierungsprozesses gedeutet werden. Zu so frühen Zeitpunkten ist das wirklich schwer vorauszusagen. Der Nachteil von solcher „Gentrifizierungspanik“ ist, dass man die wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen der ganz normalen Wohnungsmarktdynamik leicht übersieht und weniger stark beachtet. Aus der Perspektive von ganz normalen Haushalten oder Hartz-IV-Gemeinschaften ist es ganz egal, ob es nun ein Gentrifizierungsprozess ist oder nicht, wenn sie die Miete nicht mehr bezahlen können. Von daher plädiere ich immer sehr stark dafür, die sozialen Konsequenzen des Wohnungsmarktes anzusehen und ganz unabhängig davon zu fragen, was die sozialen Konsequenzen für die Betroffenen sind.</p>
<p><strong>Jetzt mal was anderes. Sie selber sind ja schon durch die Beschäftigung mit Gentrification richtiggehend als kriminell eingestuft worden, sind auf die Abschussliste der deutschen Polizei geraten. Möchten sie dazu was sagen?</strong></p>
<p>Ich weiß nicht, wie weit das bekannt ist: Ich bin im Sommer 2007 vom Bundeskriminalamt unter dem Vorwurf einer mutmaßlichen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung nach 129a verhaftet und in Untersuchungshaft gesetzt worden. Der Begründung für diese Inhaftnahme war zu entnehmen, dass ich und auch Kollegen von mir zu den intellektuellen Hintermännern einer linksterroristischen Vereinigung zu zählen sind, weil Begriffe die in dieser Anschlagserklärung auftauchten, auch in unseren wissenschaftlichen Veröffentlichungen benutzt werden. Zwei von diesen Begriffen waren eben „Prekarisierung“ und „Gentrifizierung“.<br />
Diese Argumentation hat aber auch einen starken öffentlichen Protest ausgelöst, der dann auch dazu geführt hat, dass der Haftbefehl aufgehoben wurde. Obwohl meine Festnahme nun über zwei Jahre zurückliegt und der Bundesgerichtshof den Haftbefehl aufgehoben hat, ist das Verfahren gegen mich noch nicht eingestellt worden. Ich muss immer noch davon ausgehen, dass eine Überwachung meiner Telefonkommunikation stattfindet, dass ich zum Teil observiert werde. Aber auch meine Anwältin rechnet nicht mehr damit, dass es noch zu einer Anklage kommt.</p>
<p><strong>Noch eine große Empörung vorhanden?</strong></p>
<p>Klar ist da eine Empörung dabei (lacht). Man ist erst mal ziemlich geschockt, wenn man auf solch drastische Art aus seinem Alltag gerissen wird und man über Aktenlektüre erfährt, dass man die letzten Jahre seines Leben als gläserner Bürger geführt hat. Inzwischen hatte ich genügend Zeit mich mit der Sache auseinander zu setzen und mich damit zu arrangieren. Man hat als Betroffener ja keine Möglichkeiten die Überwachungsmaßnahmen einzustellen und kann letzten Endes nur bewusst damit umgehen, wissen dass das stattfindet und sein Leben entsprechend gestalten.</p>
<p><strong>Stimmt es, dass die Polizei einfach „Gentrifizierung“ und „Prekarisierung“ gegoogelt hat?</strong></p>
<p>In den Akten ist die Formulierung „im Zuge einer Internetrecherche“ zu finden. Ob das jetzt mit Google oder mit einem spezifischen Suchprogramm der Ermittlungsbehörden erfolgte, wissen wir nicht. Es gibt ja zurzeit einen Prozess gegen drei Männer, denen auch die Mitgliedschaft in dieser militanten Organisation vorgeworfen wird, wo zum Teil auch Beamten vom BKA über den Ermittlungshergang berichten mussten. Doch auch diese Aussagen vor Gericht konnten nicht wirklich klären, wie das Verfahren gegen mich eingeleitet wurde.</p>
<p><strong>Es gibt viele Protestaktionen wie zum Beispiel hier in Hamburg „Recht auf Stadt“ und in Berlin Demonstrationen gegen den „Yuppieschwaben“. Ist es berechtigt, dass diese dem linksradikalen Spektrum zugeordnet werden, wie es ja schnell geschieht?</strong></p>
<p>Da kann man an die mediale Popularität des Gentrificationbegriffs anschließen, die sich in den letzten zwei Jahren durchgesetzt hat. Sie spiegelt sich in vielfältigen politischen Bewegungen wieder, die politische Stadtentwicklung und die Gentrifizierung selber auf ihre politische Agenda gesetzt haben. Das umfasst ein relativ breites Spektrum an politischen und sozialen Bewegungen.<br />
Ganz klassisch sind natürlich die Mieterbewegungen, die sich schon seit vielen Jahren mit genau diesen Themen auseinandersetzen, bisher aber wenig Gehör gefunden haben. Wir haben in Berlin ein relativ breites Spektrum an Bürgerinitiativen, die eher aus einem bildungsbürgerlichen Milieu kommen, die in ihren Aktionen und Forderungen sich zum Teil gegen einzelne Bauprojekte in Aufwertungsgebieten richten. Wenn wir die Sozialstruktur dieser Gruppen genauer anschauen, dann sind das letztendlich die Aufwertungspioniere aus früheren Phasen der Entwicklung, die sich jetzt gegen eine weitergehende Gentrifizierung zur Wehr setzen. Die also jetzt, wo sie selber ihr Wohnumfeld dort etabliert und gestaltet haben, die angenehm empfundene Wohnsituation vor weiteren Veränderungen schützen wollen.<br />
Das Aufwertungsthema wird aber bis hinein in ein politisches Spektrum von Aktivisten- und linksradikalen Kreisen aufgegriffen, aber man kann meiner Meinung nach überhaupt nicht sagen, es wäre jetzt ein autonomes Thema, das ausschließlich von der linksradikalen Szene bedient wird. In Berlin, und ich glaube auch in Hamburg, geht das Thema bis hinein ins Parteienspektrum der Linkspartei oder der Grünen, die sich im Moment mit wohnungspolitischen Forderungen profilieren.</p>
<p><strong>Ist Gentrifizierung ein sozialistisches Thema? Würden Sie sich selber in der Richtung einstufen?</strong></p>
<p>(lacht). Das ist ja eher ein ganz typischer kapitalistischer Stadtentwicklungsprozess, den es in den sozialistischen Städten in der Form nicht gegeben hat. Ich bin eigentlich relativ fern davon mich in solche ideologische Kategorien einordnen zu lassen. Ich bin sicher kein Anhänger von Markttheorien und der Marktwirtschaft und bin jederzeit bereit Initiativen zu unterstützen, die für eine Vergesellschaftung von Eigentum und Verantwortung eintreten. Wenn man das sozialistisch nennen will,  kann man das machen, es wäre aber nicht meine Selbstbezeichnung.</p>
<p><strong>Nun ganz einfach: Wer sind bei Gentrifizierungsprozessen die Bösen?</strong></p>
<p>Ich glaube nicht, dass es „die Bösen“ und “die Guten“ gibt, es gibt eher “das Böse“ – wenn man das so plakativ machen will (lacht). Das ist eine gewisse Eigentumsordnung und Verwertungslogik, die unter den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen die Stadtentwicklung bestimmen. Dem können sich die Akteure eigentlich nur in geringem Maße entziehen. Man kann aber trotzdem in konkreten Stadtentwicklungsprozessen zwischen unterschiedlichen Eigentümertypen unterscheiden und ob Stadtpolitik versucht, die Verdrängungsprozesse einzuschränken oder Aufwertungsprozesse ganz gezielt fördert. Ich halte aber nicht viel davon, sich an den Zuziehenden und ihrer Infrastruktur abzuarbeiten. So wie dann beispielsweise „die Schwaben im Prenzlauer Berg“ zum Symbol dieser Aufwertungsmaßnahmen werden. Das ist eine Debatte, die von den tatsächlichen Hintergründen und Rahmenbedingungen eher ablenkt.</p>
<p><strong>Ich muss mich also auch nicht als StudentIn schämen, weil ich in ein cooles Viertel ziehen will. </strong></p>
<p>Na, schämen musst du dich nicht. Was ich gut finde, ist dass sich viele mit der Entscheidung in ein „cooles Viertel“ zu ziehen, von Anfang an auseinandersetzen und sich bewusst machen, dass man damit auch zur Veränderung der Nachbarschaft beiträgt und sich dagegen engagieren kann. Das Problem ist ja nicht die kulturelle Attraktivierung, sondern die Übertragung von symbolischen Aufwertungsprozessen auf wohnungswirtschaftliche Aufwertung. Studenten und Oma haben vielleicht unterschiedliche Interessen wie die Ladenstruktur aussieht oder wie lange man auf der Straße Krach machen darf, aber ein gemeinsames Interesse haben ja alle daran, dass es eine günstige Mietgelegenheit gibt.</p>
<p><strong>Was kann man gegen die negativen Folgen von Gentrifizierung tun? Soll man sich organisieren oder eher auf die Straße gehen?</strong></p>
<p>Wichtig ist eine konsequente Ausnutzung des Mietrechts. Dass man Modernisierungsankündigungen nicht einfach akzeptiert, sondern tatsächlich in eine Mietrechtberatung geht. Das wird leider viel zu selten gemacht. Gekoppelt damit ist eine zweite Ebene von Protest, also Protest gegen Luxusmodernisierung in einem konkreten Haus oder der anstehende Verkauf einer öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft. Im Zusammenschluss von Mieterinnen und Mietern in den betroffenen Häusern ist das natürlich viel effektiver zu bewältigen. Nachbarschaftsorganisation auf Quartiersebenen z.B. in  Betroffenvertretungen, Bürgerschaftsvertretungen oder Stadtteilausschüsse bieten oftmals sogar formelle Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. Das sind alles sehr sinnvolle Dinge.<br />
Eine dritte Ebene, die über diese individuelle und nachbarschaftliche Ebene hinausgeht ist es, eine andere Politik in den jeweiligen Städten und Regionen einzufordern. Da geht es sehr stark darum politische Mehrheiten zu mobilisieren und da können auch Demonstrationen oder ein Bürgerentscheid, wie in Berlin gegen das Investitionsprojekt MediaSpree sehr sinnvolle Instrumente sein. Kernpunkt dabei sollte es sein, zu signalisieren: Hier gibt es eine relevante Mehrheit für eine andere, eine soziale Stadtentwicklungspolitik.</p>
<p style="text-align:right;">Vielen Dank für das Gespräch! [Leslie Gauditz]</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1519/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1519&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/interview-%e2%80%a6-uber-gentrifizierungsprozesse-polizeiuberwachung-und-%e2%80%9edas-bose%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Berlin: Sekundäre Aufwertungskosten bei Autostellplätzen</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/berlin-sekundare-aufwertungskosten-bei-autostellplatzen/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/berlin-sekundare-aufwertungskosten-bei-autostellplatzen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 00:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Luxuswohnen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1513</guid>
		<description><![CDATA[Auf der Immobilienseite &#8222;Berlin-Townhaus&#8220; sind in der Regel mehr oder weniger gut kaschierte Werbebotschaften rund um das Immobiliengeschäft mit Luxuswohnungen in Berlin zu finden. Unter dem Titel &#8222;Mehrwert Tiefgarage bei Townhouses in Berlin&#8220; wird jedoch auf einen interessanten Nebeneffekt der Aufwertung verwiesen:
Um das Jahr 2000 kostete der Stellplatz zur Miete durchschnittlich in Berlin Mitte im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1513&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Auf der Immobilienseite &#8222;<a href="http://www.berlin-townhaus.de">Berlin-Townhaus</a>&#8220; sind in der Regel mehr oder weniger gut kaschierte Werbebotschaften rund um das Immobiliengeschäft mit Luxuswohnungen in Berlin zu finden. Unter dem Titel &#8222;<a href="http://www.berlin-townhaus.de/2009/10/mehrwert-tiefgarage-bei-townhouses-in-berlin/"><strong>Mehrwert Tiefgarage bei Townhouses in Berlin</strong></a>&#8220; wird jedoch auf einen interessanten Nebeneffekt der Aufwertung verwiesen:</p>
<blockquote><p>Um das Jahr 2000 kostete der Stellplatz zur Miete durchschnittlich in Berlin Mitte im Kauf 10.000 Euro oder in der monatlichen Miete 100 Euro. Jetzt tauchen Stellplatz-Mietpreise in der Tiefgarage um die 200 Euro auf und im Verkauf werden Preise von 20.000 Euro bis 35.000 Euro aufgerufen.</p></blockquote>
<p>Als Gründe für diese Preissteigerungen für Stellplätze werden die Parkraumbewirtschaftung, Gefahren für PKW durch Brandstiftungen und Autodiebstahl sowie die Nachverdichtung der Innenstadt benannt. Insbesondere in Verbindung mit mobilitätsintensiven Lebensstilen, die oft ein Zweitauto erforderlich machen, verschärfen die Neubauten die ohnehin angespannte Parkplatzsituation in den Innestadtbezirken.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1513/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1513&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/berlin-sekundare-aufwertungskosten-bei-autostellplatzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Vancouver: Die Grenzen der Aufwertung</title>
		<link>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/04/vancouver-die-grenzen-der-aufwertung/</link>
		<comments>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/04/vancouver-die-grenzen-der-aufwertung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 01:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrification]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Vancouver]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gentrificationblog.wordpress.com/?p=1508</guid>
		<description><![CDATA[David Ley einer der etabliertesten Gentrificationforscher in Kanada hat kürzlich den 50. Jahrestag der Gentrificationforschung eingeleutet. Auf einer Vorlesung präsentierte er bisher unveröffentlichte Manuskripte von Ruth Glass, die als die Urheberin des Gentrificationbegriffs gilt. Nicht erst 1964 in ihrer Untersuchung zu den Veränderungen in London Islington, sondern schon 5 Jahre zuvor soll sie den Begriff [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1508&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" title="Vancouver, Downtown Eastside (unaufwertbar?)" src="http://faculty.law.ubc.ca/Pue/grlawsocspring03/Image7.gif" alt="" width="259" height="194" />David Ley einer der etabliertesten Gentrificationforscher in Kanada hat kürzlich den 50. Jahrestag der Gentrificationforschung eingeleutet. Auf einer Vorlesung präsentierte er bisher unveröffentlichte Manuskripte von Ruth Glass, die als die Urheberin des Gentrificationbegriffs gilt. Nicht erst 1964 in ihrer Untersuchung zu den Veränderungen in London Islington, sondern schon 5 Jahre zuvor soll sie den Begriff für die von ihre beobachteten Verdrängungsprozesse benutzt haben.</p>
<p>Doch die Zusammenfassung der Vorlesung &#8222;<a href="http://buildingstrongcommunities.wordpress.com/2009/10/23/are-there-limits-to-gentrification-evidence-from-vancouver/"><strong>Are there limits to gentrification? Evidence from Vancouver</strong></a>&#8220; bietet mehr als eine wissenschaftshistorische Randnotiz. Über die Gentrification in kanadischen Städten parlierend, ging David Ley auch auf die aktuellen Aufwertungsbefürchtungen in Vancouver (Downtown East) ein:</p>
<p>Bereits vor dreißig Jahren waren viele Voraussetzungen für eine Aufwertung gegeben: historische Bausubstanz, Nähe zum Wasser und baumgesäumte Straßen. Eigentlich ist also der komplette stadtplanerische Kriterienkatalog für eine Gentrification erfüllt, trotzdem zähle das Gebiet heute immer noch zu den ärmsten in ganz Kanada. Auf die Frage, wie denn die Nachbarschaft der Aufwertung solange widerstehen konnte, hat David Ley zunächst eine kurze Antwort parat:</p>
<blockquote><p>A complex local sense of place which is unfriendly to gentrification.</p></blockquote>
<p><span id="more-1508"></span></p>
<p>Diese Unfreundlichkeit des Gebietes bestehe aus infrastukturellen, sozialen und politischen Deattraktivitätsfaktoren. So sei etwa eine nahgelegenen Abdeckerei &#8211; also eine Fabrik zur Tierkadaververwertung &#8211; ebenso wenig förderlich für eine nachhaltige soziale Aufwertung gewesen, wie die  herausfordernden Straßenkultur  mit ihren unerwarteten Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum. Hinzu kam noch eine aufwertungsresistente Haltung der Lokalpolitik:</p>
<blockquote><p>Local politics are highly tolerant of existing diversity and hostile to capitalism in general. For instance, when Starbucks opened on Commercial Drive, their windows were smashed repeatedly.</p></blockquote>
<p>Na, so kann das ja auch nichts werden mit der Gentrification.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: <a href="http://faculty.law.ubc.ca/Pue/grlawsocspring03/Image7.gif">University of Britsh Columbia (UBC)</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gentrificationblog.wordpress.com/1508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gentrificationblog.wordpress.com/1508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gentrificationblog.wordpress.com/1508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gentrificationblog.wordpress.com/1508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gentrificationblog.wordpress.com/1508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gentrificationblog.wordpress.com/1508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gentrificationblog.wordpress.com/1508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gentrificationblog.wordpress.com/1508/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gentrificationblog.wordpress.com/1508/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gentrificationblog.wordpress.com/1508/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gentrificationblog.wordpress.com&blog=4147394&post=1508&subd=gentrificationblog&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/04/vancouver-die-grenzen-der-aufwertung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/6f2222bebf8da764c97b5ee58bfcdd64?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ah</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://faculty.law.ubc.ca/Pue/grlawsocspring03/Image7.gif" medium="image">
			<media:title type="html">Vancouver, Downtown Eastside (unaufwertbar?)</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>