Verfasst von: ah | September 18, 2008

Gentrification ist Verbrechen…

Dies jedenfalls meint Morgan Thomas in The Hilltop, einer Tageszeitung der Studierenden der Howard University: Gentrification is a Crime Against Humanity. Hintergrund für seine weitgehende These ist eine Dabatte, die sich in Artikeln der Zeitung entspann. Morgan Thomas Beitrag ist eine Replik auf Positionen, die Gentrification vor allem aus der Perspektive der Sicherheit und der Ästhetik von Nachbarschaften betrachten. Statt dessen, so die Argumentation von Thomas, sei „Gentrification … a recent phenomenon that disenfranchises poor people across the globe by denying them of a basic human right: housing“ – also eine Entrechtung, die arme Leute vom Recht auf Wohnen ausschließt.

Als Alternative zur Gentrification umreisst Thomas ein Bündel administrativer und politischer Maßnahmen:

1.) die Auflage an Investoren, in Erneuerungsprojekten für jede durch Aufwertungsmaßnahmen vernichtete preiswerte Wohnung eine neue Wohnung dieser Preiskategorie zu errichten,

2.) die Entscheidung von Kommunen und Nachbarschaften sich mit öffentlichen und gemeinschaftlichen Eigentumsrechten an Grund und Boden die Kontrolle über künftige Entwicklungen zu sichern,

3.) eine bewußte Wahrnehmung der Möglichkeiten einer parlamentarischen Mehrheitsdemokratie indem Wahlberechtigte ausschließlich solche Politiker/innen unterstützen, die sich gegen Gentrificationprozesse wehren wollen,

4.) außerdem sollten Stadtregierungen sich für die Aufhübschung und Wohnwertverbesserung in allen Gebieten der Stadt stark machen und nicht nur in den Wohnquartieren der Besserverdienenden.

Schließlich appelliert Thomas an die Verantwortung der Studierenden:

Howard students will move on to become politicians, policy makers, teachers, lawyers and a host of other influential people in this world. We will be doing a complete disservice to our people if we continue to be short-sighted in our thinking about issues that affect people living in poverty. Just because something does not affect you directly does not mean your duty and obligation to your people is null and void. Even as college students, we have the opportunity and resources to be a voice for poor blacks, and speaking out against gentrification is just one way to do so.

We must see gentrification for what it is while looking at the bigger picture: It is nothing more than a systematic effort to keep money and power in the hands of a select few. This effort also disproportionately affects people of color in cities across the world. Gentrification in its entirety has ill intentions; it is solely motivated by the acquisition of capital and access to power. For anyone to justify this, especially a black person, is misinformed, misguided and just plain wrong.


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