Verfasst von: ah | Februar 16, 2011

Berlin: Wie konservativ ist der Protest gegen die Räumung der Liebig 14

Tip: Stadtpolitik zwischen Hundeartikel und Drogen-Reportage (tip 5/2011)

Berlins 14tägig erscheinenden Veranstaltungsblätter zitty und tip haben ein Gutes: ihren Erscheinungsrhythmus. ZehnTage nach der Räumung kräht eigentlich kein Hahn mehr nach der Liebigstraße – aber die tip hat zwischen einem Schwerpunkt über Hunde in der Stadt und einer Drogen-Reportage  noch mal das Thema der Liebigstraßen-Räumung aufgegriffen: Der Stadtsoziologe Andrej Holm über „Liebig 14“.
Die  Fragen bewegten sich so ziemlich im Mainstream der Debatte der letzten Woche:  Statt einer  wohnungs- und stadtpolitischer Einordnung ging es auch hier eher um die Legitimation der Räumung:  War die Liebig 14 überhaupt ein echtes Stück Subkultur oder haben die da nur gewohnt? Waren sich die Bewohner/innen zu fein nach Weißensee zu ziehen? Lassen sich mit eingeschlagenen Schaufensterscheiben Unterstützer/innen gewinnen.

Unter den Fragen auch ein echter Klassiker der Gentrification-Debatte:

tip: Wieviel Kiezkonservatismus steckt in der Gentrifizierungsdebatte? Frei nach dem Motto: Alles soll so bleiben, wie es war.

Aber natürlich will ich mich gar nicht über die Fragen beschweren, immerhin hatte ich die Gelegenheit, am Ende des Gespräches das Gespenst eines stadtpolitischen Protestes an die Wand zu malen.

Das ganze Interview gibt es gleich hier:

Der Stadtsoziologe Andrej Holm über „Liebig 14“ (tip 5/2011, 16.02.2011)

Nach der von einem Polizeigroßaufgebot durchgesetzten Räumung des linken Projektes: Der Stadtsoziologe Andrej Holm über die Krawalle, Kiezkonservatismus-Vorwürfe und neue Wohnungsmarktkonflikte.

tip: Herr Holm, warum ist die Räumung der Liebigstraße 14 in der linken Szene so ein Kampfsymbol geworden?
Andrej Holm: Weil es um eine Räumung geht. Und weil genau das eine Gefahr ist, der sich auch andere Hausprojekte ausgesetzt sehen. Im Prinzip wird da eine Abmachung, die knapp 20 Jahre alt ist, in Frage gestellt: die Legalisierung in Form der Verträge zwischen Ex-Be­setzern und den damals kommunalen Wohnungsbaugesellschaften.

tip: In Ihrem „Gentrification Blog“ wies ein Kommentator darauf hin, dass die Szene es seit Jahren nicht schaffe, ihre Anliegen über den Unterstützerkreis hinaus öffentlich zu vermitteln.

Holm: Das ist bei subkulturellen alternativen Szenen oder Protestkulturen kein Wunder. Die Distinktion zum Mainstream und ein starker Selbstbezug sind doch die prägenden Merkmale einer jeden Szene. Die Liebig 14 ist dabei eher ein Sonderfall. Begleitend zu den jahrelangen Gerichtsverfahren gegen die Kündigung wurde bereits im Vorfeld versucht, Öffentlichkeit herzustellen: über Internet, Demos, auch Gespräche mit der Presse. Damit ist es der Liebigstraße partiell gelungen, ein originär szenespezifisches Problem in eine breitere Diskussion zu bringen.

tip: Nach der Räumung wurden von linken Gruppen bei Banken, dem Liegenschaftsfonds, der O2-World oder Kaufhäusern die Schaufenster demoliert. Motiviert das etwa die breite Öffentlichkeit?
Holm: Solche Reaktionen sind sicher nicht geeignet, eine breitere gesellschaftliche Verankerung zu bewirken. Wie man auf den einschlägigen Blogs lesen konnte, ging es aber darum auch gar nicht. Das Kalkül war relativ simpel: Wenn Räumung, dann großer Sachschaden und hohe Kosten. Solche Wenn-Dann-Sanktionen sollen die Hemmschwelle für Räumungen hochsetzen und sind ein seit den 70er-Jahren bekanntes und teilweise auch erfolgreiches Ritual in der Geschichte der Berliner Hausbesetzerbewegungen.

tip: Im Gegensatz dazu scheint die Strahlwirkung der Liebig 14 auf den umliegenden Kiez aber sehr begrenzt gewesen zu sein.
Holm: Unstrittig ist, dass es in Friedrichshain und Kreuzberg ein großes Spektrum an Angeboten und Einrichtungen der Alternativkultur gibt. Die Liebig 14 war da vielleicht nicht das leuchtende Schiff. Aber darum geht es ja bei der Räumung auch nicht. Sie reiht sich ein in eine längere Geschichte von Auseinandersetzungen um die 1990 entstandenen Projekte: wie beim Tacheles oder beim Schokoladen. Es geht hier, wie oft, um die ökonomisch motivierte Verdrängung bestehender Nutzungen.

tip: Angeblich haben die Liebig-14-Bewohner ein Ersatzangebot für ein Haus in Weißensee abgelehnt. Haben sie da die Chance auf eine Wirkungsstätte in einem neuen Aufwertungs-Hot-Spot verpasst?
Holm: Aus Friedrichshainer Perspektive ist das vielleicht ein bisschen zu weit weg. Die Leute aus der Liebigstraße verpassen dort auch nichts. Was wir in Weißensee beobachten, ist eher ein Wanderungsstrom von jungen Familien aus den Aufwertungsgebieten in Prenzlauer Berg. Ein Beispiel ist das Komponistenviertel. Dort gibt es die erste Konzentration von Baugruppen außerhalb des S-Bahn-Rings. Die Aufwertung dort ist also gar nicht auf eine klassische Pionierphase mit Clubs, studentischen Cafés und Lesebühnen angewiesen. Die Liebigstraße 14 verstand sich als Teil eines spezifischen Alternativmilieus in Friedrichshain-Kreuzberg. Ein Umzug nach Weißensee hätte die weitgehende Entkopplung von ihren lokalen und sozialen Bezugspunkten bedeutet.

tip: Von den ursprünglichen Liebigstraßenbewohnern, die 1992 die Mietverträge bekommen haben, ist aber auch keiner mehr dort.
Holm: Das ist wie in allen sozialen Bereichen: Insbesondere junge Menschen sind hochmobil und ziehen oft um. Bei der Kritik an den sozialen und kulturellen Strukturveränderungen in der Nachbarschaft geht es auch gar nicht so sehr darum, eine Personenkontinuität zu wahren. Vielmehr stellt sich die Frage: Können auch weiterhin verschiedene Sozial- und Lebensstilmilieus in der Innenstadt wohnen? Ein Stadtteil sollte auch langfristig für alle jene durchlässig sein, die vom Markt nicht bevorzugt werden: also für ökonomisch Benachteiligte, für ältere Menschen und eben auch für Alternativkulturen.

tip: Wieviel Kiezkonservatismus steckt in der Gentrifizierungsdebatte? Frei nach dem Motto: Alles soll so bleiben, wie es war.
Holm: Der Vorwurf wird gern vorgetragen, wenn es darum geht, Anti-Gentrifizierungsproteste zu delegitimieren. Dabei geht doch gar nicht um das Einfrieren einer Situation, sondern vielmehr um die Aufrechterhaltung einer Offenheit für unterschiedliche Aneignungsformen in der Stadt. Konservativ, langweilig und unbeweglich wird eine Stadt doch erst, wenn es diese Spielräume nicht mehr gibt. In Eigentumswohnungsprojekten beispielsweise werden allein über den ökonomischen Hebel unglaublich viele denkbare Möglichkeiten, sich die Stadt anzueignen und sie zu gestalten, von vornherein ausgeschlossen. Wenn Sie so wollen, ist es die Gentrification selbst, die eine Konservierung und ein Einfrieren von Stadt durch den Ausschluss von Alternativen hervorbringt.

tip: Kann die Räumung der Liebigstraße 14 für diese Debatte in absehbarer Zeit noch eine größere Breitenwirkung entfalten?
Holm: An dem konkreten Beispiel wird sich keine breite öffentliche Diskussion mehr entzünden. Aber der Fall ist eingebettet in eine größere und auch jenseits der Szenestrukturen geführte Debatte um steigende Mieten und Verdrängungsdynamiken in Berlin. In Häusern des ehemaligen sozialen Wohnungsbaus wehren sich inzwischen Mietergruppen kollektiv gegen die steigenden Mieten, in Kreuzberg organisieren sich ganze Hausgemeinschaften um die Umwandlung ihrer Miet- in Eigentumswohnungen zu verhindern, selbst in Zehlendorf versuchen Bewohnerinitiativen, der nächsten Mieterhöhung zu trotzen. Es gibt einen deutlichen Anstieg von wohnungspolitischen Kleinkonflikten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich diese einen gemeinsamen Ausdruck verschaffen.


Responses

  1. Lieber Andrej,
    vielen Dank, dass Du das Interview zu Verfügung stellst.
    Das Interview zwischen Dealern und Hundekot ist passend: spiegelt es doch hervorragend die „naiven Beteiligungsverfahren“ http://www.stadtteilarbeit.de/handlungsfelder-gwa/aktivierung-empowerment/222-bewohner-ermutigen.html des Quartiermanagement wider. In Aufwertungsgebieten werden eben genau diejenigen Bevölkerungsgruppen aktiviert, die ohnehin bessere Voraussetzungen haben. Anstatt mit den Bewohner/innen einen gemeinsamen Weg zu erarbeiten, wird aus Aktivierung schnell eine „not in my backyard“-Bewegung. Eben um die „Säufer“, die „Kriminellen“ und andere verhasste Gruppen aus einem Stadtteil zu verscheuchen. Die L14 war eins der letzten Projekte, die aus FH vertrieben werden konnten, sie hatten leider nicht die Chance, vor 20 Jahren die eigene Hütte zu kaufen, wie Fischladen, Schizzotempel & Co.
    So ist die Situation im Kiez: es wird nicht auf breiter Basis diskutiert, wie mit der Verdrängung, der Arbeitslosigkeit oder anderen sozialen Themen umzugehen sei. Vielmehr sind die Luxus-Probleme „Hundekot“, „Baumscheiben“, „wilder Müll“ oder „DIE in ihren bunten Häusern“ an der Tagesordnung. Hier sollte mal gefragt werden: wie konservativ sind denn diejenigen, die die Situation beschleunigen?
    Verschärft wird das ganze auch noch dadurch, dass z.B. die schulpflichtigen Kinder aus dem angrenzenden Pankower-Neubauviertel „Schlachthofgelände“ vor allem in der Liebig-Grundschule eingeschult werden, die Sanierung des Samariterviertels dies aber so gar nicht vorsah. Pankow hat keinerlei soziale Infrastruktur in der Townhouseanlage vorgesehen, schiebt das Problem über die Eldenaer einfach in den anderen Bezirk, wo nur die Plätze für die Schüler/innen rar werden.
    Wie soll aber nun den Kleinkonflikten gemeinsamer Ausdruck verschafft werden?
    Die Kluft zwischen den „Bürgerlichen“ und „Sympathisanten der L14“ muss überwunden werden, die Unterschiede sind oftmals kleiner als gedacht. Aber dazu bedarf es mehr, als einem NachbarInnenbrief aus einem Infoladen. Nur eine langfristige Organisationsform auf breiter Basis kann etwas gestalten. Und dafür müssen alte Strukturen auf allen Seiten überdacht werden. Kollektiv bedeutet nun mal mehr als der eigene Szenesumpf. Es ist ein dickes Brett, das da gebohrt werden muss…

  2. Hi AH du sagst: „Dabei geht doch gar nicht um das Einfrieren einer Situation, sondern vielmehr um die Aufrechterhaltung einer Offenheit für unterschiedliche Aneignungsformen in der Stadt.“

    Das sehe ich anders, es geht hier nicht um die grundsätzliche Offenheit sondern ganz klar um die eigene Vorteilsnahme: günstige Mieten für sich selber in Innenstadtlage. Wäre es hier mit starkem Sendungsbewustsein wirklich „um die Sache“ gegangen wäre das ganze Projekt anders strukturiert gewesen und die Bewohner hätten sich anders präsentiert. Das „gute, edle linke Leitbild“ kann ich beim besten Willen nicht sehen, nur den ganz normalen Egoismus egal ob aus dem bürgerlichen Lager oder links/rechts.

    „Konservativ, langweilig und unbeweglich wird eine Stadt doch erst, wenn es diese Spielräume nicht mehr gibt.“…das stimmt… aber nur aus deiner Sichtweise, das bürgerliche Lager mag es eben gerne aufgeräumter und das muss im Gegenzug auch akzeptiert werden. Und was du für langweilig hälst finden andere Menschen sogar gut, da ist keine Überzeugung besser als die Andere….

    Ferner sagst du „In Eigentumswohnungsprojekten beispielsweise werden allein über den ökonomischen Hebel unglaublich viele denkbare Möglichkeiten, sich die Stadt anzueignen und sie zu gestalten, von vornherein ausgeschlossen.“ Finde ich nicht, sie wird nur in eine Richtung gestaltet die dir persönlich nicht gefällt. Andere mögen die Entwicklung sehr gerne. Un spätestens wenn die jetzigen Eigentümer alt werden und die Wohnungen an die Kinder vererben wird sich mit deren Bezug das Bild des Bezirkes wieder ändern. Das Ganze auf Grund der eigenen Verantwortung für die Gebäude natürlich nicht in einem 1990er-Gründerzeit-Abbruchhaus-DDR-Charme. Diese Zeit des konservierten Berlins ist vorbei und wird auch nicht wiederkommen.

    • „… ganz klar um die eigene Vorteilsnahme: günstige Mieten für sich selber in Innenstadtlage….“

      Es geht doch aber genau ums WOHNEN, um die Möglichkeit, sich das Wohnen/die Mieten in den Innenstadtbezirken noch leisten zu können! Das ist es genau, worum es bei sämlichen dieser Projekte geht. Die Liebig14-Bewohner sind dabei sogar nicht mal besonders „egoistisch“ gewesen, weil sie, jung wie sie sind, mit Sicherheit, persönlich nicht ihr restliches Leben in dem Haus verbringen wollten, sondern ihre Lebensplanung sie früher oder später woanders hin verschlagen hätte. Insofern haben sie sehr wohl für ein Anliegen, nämlich bezahlbare Mieten, gekämpft und nicht nur für ihren persönlichen Vorteil!

      Ich weiß nicht, warum du es nicht verstehst: Langeweile kommt durch Homogenität! In den Aufwertungsbezirken sind eben nur noch Menschen ab einer bestimmten Einkommensklasse aufwärts vorzufinden. Niemand will einen ganzen Bezirk voller alternativer Hausprojekte – genau so wenig wie einen Bezirk voller Besserverdiener!
      Leider funktioniert Gentrifizierung nur als Einbahnstraße: Leute mit mittleren bis kleinen Einkommen (und das sind u.a. Verkäuferinnen, Krankenschwestern, Bauarbeiter usw.) können nicht mehr wählen, wo sie leben wollen. Die Besserverdiener hingegen können frei wählen. Das ist soziale Ungerechtigkeit und keine „Geschmackssache“, als welche du es zu verharmlosen suchst!

      „… Un spätestens wenn die jetzigen Eigentümer alt werden und die Wohnungen an die Kinder vererben wird sich mit deren Bezug das Bild des Bezirkes wieder ändern….“
      Ja, wahrscheinlich werden die Kinder, als Gegenentwurf ihrer Bionade-Eltern, rechtsradikale Gewalttäter! Das wäre dann die Strafe!

      • liebe anwohnerin, aus eigener erfahrung hat das argumentieren dem (?) sehr geehrten MBE gegenüber – aus eigener erfahrung – nur bedingt sinn. bescheinigte realitäten „emfindet er persönlich anders“.
        ich würde MBE gerne mal in der realität kennenlernen. erst schreibe ich auf einen zettel, wie ich mir den vorstelle und verpacke diesen dann fest in einen umschlag. wenn wir uns dann kennen gelernt haben, öffne ich den umschlag, um zu beweisen, wie recht ich doch hatte. fragt sich nur noch was ich gewinne…😉

      • Hallo keinelatte,
        ja, was du schreibst, das hatte ich beim Lesen verschiedener Beiträge hier auch schon bemerkt. Ich vermute außerdem, dass MBE hier unter verschiedenen nicknames schreibt.😉
        Ich glaube dennoch, dass es Sinn hat, MBE zu erwidern, weil seine Meinungen ja leider nicht wenige Leute in der Normalbevölkerung vertreten. In einem öffentlichen Forum, wie diesem, lesen ja viel mehr Leute mit als schreiben und dann ist es gut, wenn bestimmte Meinungen auch nicht unwidersprochen dastehen bleiben!

      • hallo kleinelatte,

        das angebot nehme ich an. ich schlage vor, jeder bringt eine gute flasche prosecco mit und du noch den umschlag mit meiner beschreibung. trifft die beschreibung zu hast du 2 flaschen prosecco (meine und deine) am ende des abends und wir hoffentlich eine interessante diskussion, wenn deine vorstellung nicht zutrifft hab ich die 2 flaschen und wir haben trotzdem einen (hoffentlich) guten austausch. ich kann dir jederzeit als treffpunkt hamburg anbieten (da wohne ich) oder etwa alle 3 monate berlin (da komme ich her und bin häufiger zu besuch). wenn dein angebot ernst gemeint war hohl dir doch einfach über andrej holm meine hinterlegte mailadresse um sicherzugehen, das ich es wirklich bin. das AH die adresse an dich rausgibt ist für mich ok.

        PS: wenn du meine mailadresse hast weisst du woher MBE kommt (sehr simpel und überhaupt nichts firmenabhängiges)

        PPS: lustig das man als PR-firma bezeichnet wird, aus dem bereich komme ich nun wirklich nicht.

        PPPS: ich schreibe hier nicht unter anderen nicknames, das wär mir wirklich zu billig, zu seiner meinung sollte man schon stehen

    • @MBE: joa, dann lass uns doch einfach warten bis die Alten sterben die sich mühsam ihr Geld erspaart haben, um eine Eigentumswohnung zu kaufen um sie dann den Kindern zu überlassen, die aus dem selben bürgerlichen Schoß geschlüpft sind. Aber wer weiss, vielleicht auch da wird sich der Staat eine neue Taktik ausgedacht haben wie sie die Kids enteignen kann.
      Hier in Bayern ist es deutlich düsterer was die Buntheit der Stadt angeht. Ich als „Mitteljunger“ Mensch suche seit über einem Jahr nach bezahlbaren Wohnraum im Umkreis von 5km vom Zentrum und finde nichts, dafür wird schön weiter an den Bürokomplexen gebaut.. Dabei geht es mir als Student mit zusätzlichen Einkommen finanziel gar nicht so schlecht. Die Sozialschwächeren Schichten werden inzwischen schön von der Stadtautobahn abgegrenzt und immer weiter weg verschoben.
      Da Bayern gern als Vorreiter in Einschränkung der Individuelenrechte wirkt (sehe Polizeilichestrainigslager, oder auch USK auf dem alten SS Gelände in Dachau),würde ich mich an eurer Stelle dort im Norden auf die Hut begeben. So pathetisch das auch klingt: Heute sind es die linken Chaoten, morgen ist es die selbst so stolze bürgerlicheklasse dran.

  3. […] Berlins 14tägig erscheinenden Veranstaltungsblätter zitty und tip haben ein Gutes: ihren Erscheinungsrhythmus. ZehnTage nach der Räumung kräht eigentlich kein Hahn mehr nach der Liebigstraße – aber die tip hat zwischen einem Schwerpunkt über Hunde in der Stadt und einer Drogen-Reportage  noch mal das Thema der Liebigstraßen-Räumung aufgegriffen: Der Stadtsoziologe Andrej Holm über „Liebig 14″. Quelle: Gentrification Blog […]

  4. Hi!
    Wo ist der Kommentar hin, der behauptet hat, bei der einen Mieterin im audio handele es sich um eine verdeckt handelnde PR-Frau von einem Vermieter aus Mitte? Ich fand das eine interessante Behauptung – und nun isse einfach weg? Bitte um kurze Stellungnahme falls möglich!

    • … da hast du dich einfach im Thread geirrt! Besagter Kommentar war beim Thema „Gentrifier entdecken die Platte“ – dort ist er auch noch.
      „Ein Vermieter aus Mitte“ ist übrigens die WBM (Wohnungsbaugesellschaft Mitte), das ist die ehemalige volkseigene Wohnungsverwaltung aus DDR-Zeiten, die damals nahezu alle Häuser verwaltete. Nach ’89 wurden die Gründerzeithäuser nach und nach an alte, Vorkriegseigentümer zurückgegeben bzw. gut verkauft. Übrig blieben die in der DDR-Zeit gebauten Häuser (50erJahre Häuser und „Platten“)…

  5. @ keinelatte:

    Ich dachte immer, MBE sei eine Firma. (PR-Branche, oder so.)

  6. Einfach den vielen Alten, denen in Berlin die Miete zu hoch ist, erfolgreich vermitteln, dass Hoyerswerda auch eine schöne Gegend ist. Dann gibts wieder Wohnraumüberschuss in Berlin.


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