Verfasst von: ah | November 9, 2011

Berlin: Mieter/innen fordern den Senat heraus

Am Dienstag Vormittag besuchte eine Delegation von Mieter/innen verschiedener Häuser in Berlin die Koaltionsverhandlungen von SPD und CDU. Der Termin war passend gewählt, denn die künftige Regierung hatte das Thema der Stadtentwicklung auf die Tagesordnung gesetzt.

Nach längerem Ausharren  im Treppenhaus des Roten Rathauses wurde ein Dossier mit exmplarischen Beispielen des angespannten Wohnungsmarktes und den Forderungen der Mieter/innen an die beiden Verhandlungsführer Christian Gaebler (SPD) und Bernd Krömer (CDU) überreicht (siehe Pressemitteilung der Mieter/innen). Mit ihrer Geduld und ihrem Verhandlungsgeschick gegenüber der Polizei erzwangen die Mieter/innen eine offizielle Übergabe der Forderungen. Die Wohnungspolitik der künftigen Regierung wird sich daran messen müssen, inwieweit es ihr gelingt die im Dossier beschriebenen Probleme zu lösen.

UPDATE: Bei Heinrichplatz TV  gibt es inzwischen sogar eine kleine Video-Dokumentation der Dossier-Übgergabe: „Mieterinitiativen setzen den Koalitionären im roten Rathaus eine 100-Tage-Frist!“

 

Die Übergabe des Dossier trägt dazu bei, dass die Mietenfrage auch in Zukunft ein zentrales Them der Stadtpolitk bleiben wird. Auch wenn die Parteien bei der Formulierung konkreter Vorschläge noch sehr zurückhaltend sind – zumindest die Berline Medienlandschaft hat die Initiative der Mieter/innen aufgegriffen  und ausführlich über die Aktion und das Dossier berichtet.  Hier ein erster Überblick:


Responses

  1. Folgendes über die Berliner Wohnungsnot ist heute auf Tagesspiegel Online zu lesen: Zum Artikel.
    Beste Grüße

  2. Am 21. November ist Landesparteitag der SPD. Der nächste Anlass, um von Mieter/innenseite entschieden Druck zu machen.

    http://www.spd-berlin.de/positionen/landesparteitage/landesparteitag-am-21-november-2011/vorlaeufige-tagesordnung/

  3. ein kleines fundstück im vorbeigehen:
    on radio 08
    13.11.11
    Verortungen/Entortungen
    „Wie klingt Gentrifizierung?“
    Ein Radioessay auf der Suche nach einer Politik des Klanges im urbanen Raum.
    Mit den Stimmen von › Udo Noll, › Rinus van Alebeek, › Frans de Waard, › Michael Wehren und Melanie Albrecht und unbekannten Passanten.
    Arbeiten von Julia Krause & Jens Heitjohann, Henrik Schröder, › Loriot, › Jens Röhm & Kathrin Wildner , Udo Noll, › Margit Czenki & Christoph Schäfer und › Es regnet Kaviar.
    Die Sendung wurde anlässlich der Ausstellung Verortungen/Entortungen: Urbane Klangräume, › Kunstraum D21, Leipzig produziert.

    ​http://www.on-radio.org/index.php?/sendungen/on-radio-08/

  4. […] the two authors’ research on German cities’ squatting history* and the current development in Berlin as well as Frankfurt. Here is what I got out of their […]

  5. Bei dieser Koalition schwant wohl nicht nur mir Böses. CDU ind SPD, war da nicht beim letzten mal ein Skandal mit Immobilien, der die Kassen Berlins bis in die ferne Zukunft ins Minus versetzt hat? Verrückt, wie schnell die Menschen vergessen.

  6. Solange die Politiker nicht gezwungen werden endlich die UN Konvention gegen Korruption zu ratifizieren kann man diese organisierte Kriminalität niemals stoppen, das hat doch jeder schon gewulfft.
    Gute Nacht Bananenrepublik Deutschland.
    Strafanträge jeden Tag 1000 gegen die organisierte Kriminalität wäre schön.
    Ich klage laufend, macht es auch und wartet nicht auf andere und ein Wunder.

  7. […] ihrem Überraschungsauftritt beim Stadtforum ist es den Mieter/innen wie schon bei der Übergabe des ersten Dossiers gelungen, die Verantwortlichen für Stadt- und Wohnungspolitik in ihren eigenen Gefilden mit den […]


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