Im Gentrificationblog werden Meldungen und Nachrichten rund um die Aufwertung von Stadtvierteln und den damit verbundenen Konflikten und Mobilisierungen gesammelt. Gentrification wurde hierzulande lange Zeit als wissenschaftlicher Fachbegriff verstanden. Doch längst hat das Thema auch die realen Auseinandersetzungen in den Städten erreicht. Das Gentrificationblog versteht sich als Mittler zwischen akademischen Fachdebatten und sozialen Bewegungen in städtischen Konflikten. Thematisch werden die Beiträge so vielfältig sein wie die Aufwertungsdynamiken und Stadtteilmobilisierungen in den Städten – doch immer werden sie parteilich sein: für die Interessen der Mieter/innen.
Dieses Blog wird geschrieben von:
Andrej Holm
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Sozialwissenschaften
Stadt- und Regionalsoziologie
Unter den Linden 6
10099 Berlin
a.holm@sowi.hu-berlin.de
[...] Terroristen dürfen bloggen! und das ist auch gut so! [...]
Von: elementarteile » Blog Archiv » Gentrifikation, live X am Juli 8, 2008
um 9:06 vormittags
Hallo Andrej,
Super Blog! Ich bin zwar schon seit ewigen Zeiten in New York, aber habe schon bei meinem letzten Berlin Besuch bemerkt, das es zwischen diesen beiden Städten nicht mehr viel Unterschied gibt. Wir machen hier am 22. April ein Theaterstück darüber Gentrified Minds with Music by the Children of Warhol, http://www.gentrifiedminds.com!
Mach weiter so.
Viele Grüße aus New York,
Nina
Von: Nina am April 13, 2011
um 9:42 nachmittags
Hallo Andrej,
hier ein Videoclip, der die Situation auf der Veddel dokumentiert. Es enthält auch ein Interview mit den der Ur-Studenten im Café Unmut, die auf der Veddel angesiedelt wurden. Bestimmt interessant für einen Post.
http://www.nuroa.de/videos/96-auf-der-veddel
Gruss
Von: kirsten am Juli 8, 2008
um 5:03 nachmittags
[...] Neben den vielen Blogs, die sich mit Berlin als touristische Metropole beschäftigen, gibt es auch Blogs, die sich der Stadt über ein ganz bestimmtes Thema nähern. So zum Beispiel der Blog von Dr. Andrej Holm, Sozialwissenschaftler am Arbeitsbereich Stadt- und Regionalsoziologie der Humboldt-Universität zu Berlin und sein Gentrification-Blog. [...]
Von: berlin-travel-info.com » Ein Blog und der Mensch dahinter… am Juli 11, 2008
um 8:47 vormittags
moinmoin, empfehlenswerte Webseite zum Thema: The Struggle for the City
Von: entdinglichung am Juli 29, 2008
um 2:56 nachmittags
Guten Tag Herr Holm,
als Stadtplaner und Architekt war ich vorletzte Woche überrascht, von Ihnen und Ihrer aktuellen Geschichte erst als Berlinaleteilnehmer gehört zu haben.
Die Auswirkungen und Mechanismen der Gentrification waren mir schon länger durch sichtbare also “erlebte” Beispiele bekannt gewesen (Dresden Neustadt, Kreuzberg, Frankenbergerviertel in Aachen).
Was mich interessiert wäre die Frage, ob es tatsächlich mittlerweile Mechanismen gibt, die diese Phasen schneller überspringen werden. Hier in Aachen haben wir uns als Bürgerinitiative sehr zäh, aber leider nicht erfolgreich, gegen das Einpflanzen einer viel zu großen, viel zu hässlichen und viel zu bedrohlichen Shoppingmall innerhalb eines Wohnquartier gewehrt. Wir haben auch verstanden, dass dieses Problem nicht in unserer kleinen Kaiserstadt angekommen ist, sondern mittlerweile in fast jeder deutschen Mittel- und Großstadt vorzufinden ist. Haben Sie zu diesem Thema wissenschaftliche Untersuchungen, Material? Unsere bisherige Informationsquellen waren bisher Zeitungsartikel (z.B. aktuell in einem Spiegel-Kultur) und das sicherlich Ihnen bekannte Buch “Angriff auf die City”. Nachdem hier dieses Monsterteil (ca. 40.000 qm) nun gebaut wird, mache ich mir für das Wohngebiet (nicht meins) und die Stadt große Sorgen.
Mit freundlichen Grüßen
Von: Christoph Allemand am Februar 25, 2009
um 2:25 nachmittags
hi,
am 14.03. 2009 findet in Berlin eine bundesweit mobilisierte Demo für den Erhalt linker, selbstorganisierter Freiräume und gegen die neoliberale Stadtumstrukturierung statt. Organisiert wird die von einem Bündnis von 13 mehr oder weniger aktut bedrohten Projekten, die sich im Rahmen der WBA-Kampagne vernetz haben. Näheres dazu auf unserer website:
unitedwestay.noblogs.org
oder auf der WBA-Seite
wba.blogsport.de
Außerdem gibts ein Mobilisierungsvideo auf youtube:
Von: united we stay am März 8, 2009
um 3:54 nachmittags
Hallo,
die Tagesschau hat sich dem Thema Gentrification auf ihre eigene Art angenommen: http://www.tagesschau.de/inland/kiezkaempfe100.html Alles Terroristen^^
Von: Olaf am Juli 23, 2009
um 7:02 vormittags
Hallo Herr Holm,
hätten Sie Zeit Lust auf ein Gespräch im Deutschlandradio heute 15 oder 16 Uhr?
Thema wäre das Gutachten “Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg” und die Frage, ob eine “Gentrifizierung von oben” mittlerweile auch in anderen Städten um sich greift.
Für kurzfirstige Rückmeldung wäre ich sehr dankbar.
Grüße
Hartwig Vens
Von: ofvens am Januar 20, 2010
um 11:46 vormittags
Am 30.Januar findet eine Solidaritätsdemo für das akut räumungsbedrohte Hausprojekt Liebig 14 unter dem Motto “Fight Back !! Mieterhöhungen stoppen!, Liebig 14 verteidigen!” statt. Der Aufruf ist unter anderem hier ( http://de.indymedia.org/2010/01/271514.shtml ) zu lesen.
Über das Zusammenleben im Haus und das Selbstverständnis des Kampfes der Bewohner_innen gegen ihre Räumung gibt es einen realtiv netten Artikel in der taz: http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/zum-tee-im-terrornest/ .
Wäre vielleicht nen post wert?
Von: united we stay am Januar 23, 2010
um 2:25 vormittags
vielleicht interessant:
http://www.ourpraga.blogspot.com/
“Our Praga Blog
is a blog from the Praga neighbourhood in Warsaw, Poland. It is about life, politics and social movements… together with some stories and photos.”
auf englisch. sehr interessant und konkret..
besten gruß
Von: kommentar am Februar 2, 2010
um 1:09 vormittags
gespräch mit roger behrens; geht der frage nach, wie eine grundlegende kritik an der politischen ökonomie der stadt aussehen könnte.
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=32417
beste grüße aus halle.
Von: alex am März 3, 2010
um 11:30 vormittags
Kleine Anfrage:
Ob es technisch machbar ist, weiß ich nicht, aber wäre es nicht hilfreich, wenn mehr als 3 der neuesten Kommentare in der Randspalte gelistet werden könnten? Wenn man nicht täglich in das Blog schaut, entgeht einem da einiges, weil sich die Kommentare z.T. auch auf länger zurückliegende Beiträge beziehen.
Viele Grüße!
Von: wedding am März 12, 2010
um 8:36 vormittags
Hallo Andrej,
es wäre für Dich von Vorteil, wenn Du ein Impressum auf deinem Blog veröffentlichst.
Jede Webseite im Internet muss ein Impressum besitzen. http://www.linksandlaw.info/
Leider habe ich hier kein Impressum gefunden.
Grüße,
I. K.
Von: Irina am Juli 8, 2010
um 1:00 nachmittags
Hallo Irina,
du bist doch ziemlich zielgerichtet auf der Rubrik “über diesen Blog” gelandet – die heißt zwar nicht Impressum, erfüllt aber alle notwendigen Auflagen, die auch auf den von dir empfohlenen Seiten benannt werden:
1. Name und Anschrift
2. Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme ermöglichen (meine e-mail-Adresse)
(als nicht gewerbliche und auch nicht institutionelle akitivität entfallen die Angaben zu Aufsichtsbehörden, Steuernummern und Teledienste etc.)
Von: ah am Juli 8, 2010
um 8:56 nachmittags
Gentrification in Berlin-Friedrichshain. Der Beitrag:
http://generationnetz.blogspot.com/2010/07/daa-fortbildung-online-und-video.html
http://www.youtube.com/watch?v=udyAjkhKggw
unter Creative Commons Lizenz
Von: Karina am Juli 18, 2010
um 8:20 nachmittags
Alles braucht sein Gleichgewicht! Doch wo ständen wir heute, wenn sich die Sozialstrukturen unserer Gesellschaft nicht seit jahrtausenden verbessern würden? Ich fänd den Blog wesentlich spannender, wenn er alle Aspekte der Gentrifikation thematisieren würde.
Von: woodwood am September 19, 2010
um 10:02 nachmittags
Hallo woodwood,
danke für deinen Kommentar. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich überhaupt verstehe, was du sagen willst und was die von dir angesprochene Verbesserung der Sozialstruktur mit dem Thema des Blogs zu tun hat. Eine Verbesserung von Lebensbedingungen in der Gesellschaft ist ja nicht automatisch an eine ungleiche Verteilung gekoppelt. Aber um Effekte der (meist ökonomischen) Ungleichheit geht es letztendlich in den meisten Gentrification-Prozessen. Welche Aspekte der Gentrification kommen dir denn zu kurz?
Von: ah am September 19, 2010
um 10:21 nachmittags
Ich suche + finde den flattr-button nicht!?
Von: nomy am September 30, 2010
um 8:42 nachmittags
[...] gemeinsam. Zum Beispiel Andrej Holm. In seinem “Gentrification Blog” schreibt Holm nach eigener Angabe über “die Aufwertung von Stadtvierteln” und die “Mobilisierungen der [...]
Von: medienpiraten.tv » Wie Berlin den Prenzlauer Berg zu hassen lernte am Dezember 27, 2010
um 1:21 nachmittags
Hi Andrej,
hab grade einen schönen Satz des New Yorker Autors Richard Price zu dessen klasse Buch `Lush Life´ in der lokalen Radiostation wnyc gehört: “real estate is violence”. Das ganze Interview gibts unter
http://www.wnyc.org/shcows/lopate/2008/apr/03/murder-on-the-lower-east-side/
Gruß aus Kreuzberg
Tom
Von: Tom Bürk am Januar 8, 2011
um 9:48 nachmittags
Hi,
gerade ueber folgendes gestolpert: Chronik einer Entmietung http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2010/0906/entmietung.jsp
Bereits im September gelaufen, in der Mediathek zu finden oder direkt das Video: http://medien.wdr.de/m/1282029645/diestory/wdr_fernsehen_diestory_20100906.mp4
Von: bernd am Februar 8, 2011
um 1:27 vormittags
Ein passender Song: “Unsere Stadt” – Stop Gentrification – Youtube Video http://www.youtube.com/watch?v=o_I-lL4UWhQ
Von: bauinformant am April 17, 2011
um 3:13 nachmittags
Toller Blog!
Hier ein Photo aus Marseille zum Thema:
“Träume der Reichen = Alpträume der Armen” – photographiert im März 2011 im Panier-Viertel in Marseille.
Dieses verwinkelte und geschichtsträchtige Viertel war und ist umkämpftes Terrain. Walter Benjamin kam hier für einige Zeit während seiner Flucht unter und schrieb hier seinen berühmten Aufsatz über das Kiffen, bevor 1943 die Nazi-Besatzer von Marseille das halbe Viertel gesprengt haben, weil es für sie als Hort der Kriminalität und der Restistance galt.
Heute wird Marseille mit viel Geld aufgeschickt und der Druck durch den neuen Euromediteranee-Hafen treibt die Gentrifizierung des Quartiers voran. Aus dem alten Panier der Immigranten, die Jean-Claude Izzo so schön in seinen Krimis beschreibt, ist 2011 nicht mehr viel übrig…
Viele Grüße aus Freiburg, bernd
P.S.: Photo in groß</a
Von: bernd am Mai 1, 2011
um 3:47 nachmittags
Ein neuer Beitrag von mir zur Gentrifikations-Debatte und “Recht auf Stadt” ist gestern erschienen auf
http://kulturkritik.net/index_allgem.php?code=pfrwol097
unter dem Titel
“Recht auf Privateigentum“ oder “Recht auf Stadt”?
Wolfram
Von: Wolfram Pfreundschuh am Mai 14, 2011
um 6:44 vormittags
Hin und wieder besuche ich Ihr Blog. Leider ist die Berichterstattung zu einseitig: Beschreiben Sie doch auch mal die Fakten! Gentrifizierung ist schließlich nichts böses, sondern das Ergebnis von Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt. Berlin gewann in den letzten Jahren nun mal an Anziehungskraft – was ist also falsch daran, Geld mit WohnEIGENTUM verdienen zu wollen? Wenn ich eine Wohnung in Kreuzberg hätte, würde ich sie schließlich auch zum höchstmöglichen Preis vermieten! Sie etwa nicht?
Von: Jan am Mai 22, 2011
um 7:09 nachmittags
Lieber Jan,
vielen Dank für Ihren Kommentar und schön, dass Sie das Blog ab und an besuchen. Dass die Gentrification eine umstrittene Angelegenheit ist, sollte sich auch bis nach München herumgesprochen haben. Ihre Einschätzung, dass es sich um das Ergebnis von Marktprozessen handelt, würde ich auch so sehen – ob es sich dabei immer um simple Angebot-Nachfrage-Effekte handelt, würde ich zumindest hinterfragen wollen.
Aber bleiben wir beim Kern der Marktprozesse: Aus der von Ihnen beschriebenen Eigentümer-Perspektive ist die Aufwertung ganz offensichtlich eine begrüßenswerte und lohnenswerte Angelegenheit – doch schon die bisherigen Mieter/innen werden angesichts der steigenden Mieten eine andere Perspektive einnehmen.
Weil diese unterschiedlichen Perspektiven auf einer strukturellen Ungleichheit (v.a. Eigentum, Geld) basieren, versuche ich mit meinen Blogbeiträgen zumindest die politische Position von Mieter/innen und Mietern zu stärken, in denen die Stadtentwicklung wenigstens aus ihrer Perspektive beschrieben wird. Das muss Ihnen nicht gefallen, aber zumindest wissen Sie was sie hier erwartet.
Mit besten Grüßen,
AH
Von: ah am Mai 22, 2011
um 8:37 nachmittags
Hallo, ich freue mich über dieses interessante Blog. Wer hat Informationen und Kontaktpersonen in Paris und Warschau, die sich mit dem Thema Gentrifizierung beschäftigen bzw. selbst aktiv sind? Das Praga Blog habe ich gesehen. Brauche Insider Kontakte für einen Film über Gentrifizierung.
Viele Grüße
Von: Gertrud Schulte Westenberg am Juni 3, 2011
um 9:16 vormittags
Hallo Andrej,
was ich vermisse ist eine Beschäftigung mit Baukosten und der Frage, wer sie aufbringt und wie.
Natürlich kann man sich als Hausbesetzer oder – in weit geringerem Ausmaß – rechtlich geschützter Mieter evtl. ein Haus “aneignen” und es nutzen, bis es zerfällt. Möchte man es aber instandsetzen und (ohne Luxus! evtl. aber ökologisch vertretbar gedämmt) zur wohn-Nutzung einrichten, dann ist man gerade auch bei den in der Besetzer-Szene offensichtlich ja beliebten Klinker-Altbauten aus dem 19. Jahrhundert (s. Bethanienhaus) bei Baukosten pro qm, die in diesem Blog unmittelbar ein “Reichen”-Geschrei auslösen. Was also tun?
- Abreißen und ein offenbar sozial gewünschtes Kottbuser Tor 2.0 bauen?
- Besetzen, bis die letze Mauer von alleine umfällt?
- Renovieren und Arbeitslosen zum selbstestimmten stadtnahen Wohnen zur Verfügung stellen? Bezahlen würde das dann unmittelbar die Stadt Frankfurt?
Den Mittelstands-Beruf vorsorglich wieder aufgeben und mit den bisherigen Ersparnissen selber-basteln ist aber OK, oder auch spießig?
All das fragt sich ein ratloser, interessierter Leser, der mittlerweile wesentlich mehr über Sanierungskosten weiß, als ihm lieb ist.
Von: Fab am Juni 5, 2011
um 9:26 nachmittags
Grüße aus Köln! Eine Mall mitten in Ehrenfeld muss verhindert werden! – Wir sind (scheinbar) recht erfolgreich, eine verteifte Bürgerbeteiligung ist zumindest schon mal erreicht, schaut es Euch mal an …
Von: Thor am Juni 16, 2011
um 3:07 nachmittags
Hallo, gibt es eine Möglichkeit, diesen Blog (oder einzelne Beiträge) auf Facebook zu empfehlen bzw. den Diskussionen in Facebook zu folgen, ohne WordPress den dauerhaften Zugriff auf meine Facebook-Daten gestatten zu müssen … ?
Von: Jan Losemann am Juni 19, 2011
um 7:51 nachmittags
Hallo Jan,
alle neuen Beiträge und meine Tweets (#AndrejHolm) findest du auch hier: http://www.facebook.com/pages/Andrej-Holm/145099585525950?sk=wall.
Kommentare werden dort leider nicht angezeigt.
Grüße und vielen Dank für das Interesse,
AH
Von: ah am Juni 19, 2011
um 8:07 nachmittags
Hallo zusammen,
http://www.viertel-bremen.de/?p=1370
Seit 22.08.2011 versuche ich auf Missstand in Bremen aufmerksam zu machen. So langsam kommt Bewegung rein….
Recht auf Stadt für alle!
MIET-HAI GO HOME!
Von: Suzie Q. am November 14, 2011
um 2:13 nachmittags
Hallo,
hartz-vier freie Innenstadt bringt es auf dem Punkt, wie die Geisteskranken dort oben am liebsten von uns denken würden!
aber ich wende mich an dich/ sie mit einer Bitte
ich wohne schon seit 10 Jahren in Berlin und habe immer noch keine vernünftige Wohnung (die totale Bruchbude, wo ich nachts wegen Lautstärke kein Auge zu kriege). Ich bin Transexuell, doch nicht nur ich bin der Meinung, dass mich Ablehnungen zum Probewohnen bei vielen linken WGś (auch queeren WG’s) ganz ganz empfindlich trifft! Ich finde, das muss nicht immer nur an mir liegen, sondern einfach auch mal an den anderen und meine Bitte, jetzt komme ich auf dem Punkt, ist:
Gibt es einen Ort, wo sich Obdachlose, oder Wohn-Prekarisierte, zu “Not-Wg’s” zusammen geschlossen haben? (legal).
Leute, die einfach erkannt haben, dass nur gemeinsam der Verdrängung entgegenzusetzen ist, ohne dass vom hohen Roß herab, nur die eigenen Intreressen bedienend, Notleidenden die Tür vor der Nase zu geknallt wird?
Von: anja k. am November 19, 2011
um 4:03 nachmittags
und es gibt mittlerweile 200 Leute, die eine für Hartz-vier-Verhältnisse bezahlbare Wohnung in Neukölln haben wollen!
LG Anja
Von: anja k. am November 19, 2011
um 4:05 nachmittags
Hallo!
Ich habe hier ein passendes Musikvideo:
Enjoy!
Von: Igor K am Januar 3, 2012
um 10:00 vormittags
Cooler beat!
Von: anja k. am Januar 5, 2012
um 9:30 nachmittags
Sehr geehrter Herr Dr. Holm
Im vergangenen Frühjahr habe ich zum ersten Mal Leipzig besucht und mir einige Projekte im Rahmen des Stadtumbau Ost im Leipziger Osten angeschaut.
Ich war entsetzt, wie verkommen manche Straßenzüge sich präsentierten und es steht außer Frage, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Doch ich frage mich, ob es wirklich der richtige Ansatz ist und nicht eher der Gentrifizierung den Weg bereitet, die hochwertige Sanierung von Altbauten zu fördern, zahlreiche neue Grünflächen zu entwickeln, Stadthäuser zentrumsnah zu planen und in den vereinsamten Straßen kreative Milieus anzusiedeln, wie z.B. in den sogenannten Wächterhäusern. Durch all diese Maßnahmen wird zwar der Leipziger Osten attraktiver, aber somit auch in den nächsten Jahren wahrscheinlich deutlich teurer und ich denke, dass gerade durch die Häufung dieser intensiven Eingriffe in die Stadtentwicklung der Prozess der Gentrifizierung erheblich beschleunigt und in manchen Quartieren die Phase der Pioniere direkt übergangen wird. Schon der schleichende Fortgang einer Gentrifizierung zeigt deutliche Auswirkungen auf ein Stadtbild. Wie verhält es sich nun, wenn wie in Leipzig ein Stadtteil dermaßen gepusht wird? Hierzu würde mich Ihre Meinung und natürlich die Ihrer Leser deutlich interessieren.
Von: RS-Master-AC am Januar 23, 2012
um 2:12 nachmittags
[...] Eingeladen sind Romy Zischner (Uni Leipzig, Institut für Geografie/Wirtschaftsgeografie) und Andrej Holm (Humboldt-Uni Berlin, Institut für Sozialwissenschaften/Stadtsoziologie). Moderator ist Christian [...]
Von: Conne Island lädt ein zur Diskussion über Stadtentwicklung – Kapitaldruck am Januar 31, 2012
um 6:45 vormittags
Hallo Andrej, vielen Dank für Deinen Beitrag auf radioeins heute. Brilliant argumentiert, klar und klug… hab sofort im Netz recherchiert. Hier bin auf diesen Blogg gestossen, den ich noch kennenlernen muss.
Ab Juni 2012 organisiere ich eine Ausstellungsreihe, wo die sogenannte Gentrifizierung entscheidend mitspielt.
Erst mal meine besten Grüsse
Maurus
Von: Maurus Gmür am März 21, 2012
um 8:26 vormittags
Gentriefizierung?Ich glaube,unser Haus in Finowstrasse 10 in Friedrichshain hats nun auch erwisch.Seitdem ein Herr Andre Kolbinger hier als Eigentümer fundiert,taucht in dessen Auftrag eine Dame auf und diktiert den Bewohnern,was ab sofort nicht mehr erlaubt ist.Vor ca.2 Stunden hämmerte es an meine Tür(obwohl meine Türklingel tadellos i.O.) und besagte Dame vor mir.”Befahl” mir im Hinterhausgarten binnen 2 Wochen den Pavillon abzubauen(Welcher schom seit 5 Jahre Sommers drin steht).Die Kinder dürfen ab sofort das Spielzeug auch nicht mehr lassen.Und zu Grillen ist den Mietern auch nicht mehr gestattet.Musste mich voll zusammenreissen,um nicht etwas zu tun oder zu sagen,das mir dann leid tun könnte.Aber was wird noch von Seiten des neuen Vermieters uns demnächst blühen?
Von: Peter Haufe am Juni 26, 2012
um 2:37 nachmittags
Lieber Andrej,
seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun mit diesem Wesen, das von vielen gefürchtet, von wenigen geliebt wird. Ganz konkret untersuche ich das Gentrifizierungsmonster nun in Neukölln, genauer: Nord-Neukölln, Anlass ist meine Diplomarbeit in der Architektur/ Städtebau.
Natürlich kommt man bei dieser Debatte nicht um einiger Deiner Werke herum, mit großem Interesse habe ich Dein Buch „Wir bleiben Alle!“ gelesen und mich mit einigen Aspekten anfreunden, mit anderen weniger anfreunden können. Neben diesem Buch liegt ein weiterer Klassiker, „Stadtpolitik“ von H. Häussermann, der zwar nicht explizit auf Gentrifizierung eingeht, aber zu diesem Thema auch interessant Blickpunkte beisteuert.
Warum schreibe ich Dir nun? In meinem Kopf drehen sich mittlerweile verschiedenste Ideen und Standpunkte zu diesem Thema – neoliberale, sozial-marktwirtschaftliche, gutmenschliche? – das ja sehr kontrovers diskutiert wird. Vielleicht hast Du auf ein paar konkrete Fragen einige Antworten, Hinweise, Links, Meinungen.
In Kapitel 5 Deines Buches prägst Du den Begriff des „Romantisierungsdiskurses“, der sinnbildlich für die Verharmlosung des Gentrifizierungsprozesses steht. Ganz konkret kritisierst Du den vielfach gehörten Satz „ein bisschen Gentrifizierung ist doch gut“. Ich sehe diese Aussage auch mit Skepsis, lässt sich die Dosis der G., wenn einmal eingesetzt, schwerlich steuern. Betrachten wir allerdings den Standort Nord-Neukölln und berufen uns dabei auf Buschkowskys Buch „Neukölln ist überall“, scheint G. doch als ein Mittel zur Verfügung zu stehen, dass manche Probleme zu lösen vermag. Ein Bezirk, in dem verfassungsferne Parallelgesellschaften existieren, muss auf der Agenda der Stadt-und Sozialplanung höchste Priorität erhalten. Ein zur Zeit sehr homogener Stadtteil – hohe Arbeitslosigkeit, hohe Jugendkriminalität, hoher Anteil an Migrationshintergründigen – verträgt der denn nicht mehr Kapital, mehr Bildung, mehr Mischung? Ich finde zu diesem Blickpunkt nur Deine Kritik an der sozialen Mischung, aber der neoliberale Bürger und Stadtplaner in mir fragt: wie kann man solche Bezirke sonst angehen? (und angesichts der von mir beschriebenen Lage mit Parallelgesellschaften muss in meinen Augen gehandelt werden). Wer, wenn nicht aus privater Hand, finanziert einen Wandel? Gibt es Alternativen zur sozialen Mischung als Ziel? (die Unweigerlich in Verdrängung resultiert). Wieso nicht die Gentrifizierer als starke (finanzstarke) Zugpferde vor den Karren spannen und damit Projekte realisieren, die sonst keine Investoren fänden und für die die staatlichen Mittel nicht ausreichen?
Wie Du siehst, argumentiere ich neoliberal, erhoffe mir aber auch mit dieser Sichtweise eine Antwort zu finden auf die oben gestellten Fragen.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Ole
Von: Ole am Oktober 26, 2012
um 8:00 vormittags
Hallo Ole,
vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und die vielen Fragen. Hier im Blog wirst du sicher die eine oder Antwort aus meiner Perspektive finden – ob du den Argumentationen folgen kannst, musst du dann aber natürlich selbst entscheiden.
Zu den von dir angesprochenen sozialpolitischen Verheißungen, die mit dem Konzept der Sozialen Mischung verbinden werden, haben wir gerade gestern ausführlich auf einer Veranstaltung (Miete, Mischung, Mehrwert) diskutiert. Einen kurzen Bericht findest du hier:
http://gentrificationblog.wordpress.com/2012/10/27/berlin-miete-mischung-mehrwert/
MIt freundlichen Grüßen,
Andrej
Von: ah am Oktober 27, 2012
um 10:13 nachmittags
Hallo Andrej,
herzlichen Dank für den Link, wie so häufig ergeben sich aus einem Link zwei, fünf, zehn weitere.
Schade, dass ich nicht an der Veranstaltung (Miete, Mischung, Merhwert) teilnehmen konnte.
Viele Grüße,
Ole
Von: Ole am Oktober 30, 2012
um 10:02 vormittags
Nur wer von Mod/InstRL betroffen ist, kann begreifen, was es bedeutet, für die Wiederherstellung von Mietwohnungen haften zu müssen, die zu Zeiten des Sozialismus heruntergewirtschaftet worden sind!
Mir fügte der Staat ein Traumata zu in diesem Bereich, siehe Dorotheenstr. 16 12557 Berlin, immowelt.de ID 2 UF7L35 da wird eine Wohnfläche von 123 m² für Kaltmiete 990,-€ angeboten. Tatsächlich sind das zwei kleine Wohnungen, für die ich als Sicherungsgeber im Grundbuchblatt 5235N Abt. II/1. Und III/1. dinglich beschränkt haften musste. Treuhänderisch vertraute ich es der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für 35 Jahre an. Nach nur vier Jahren hat sie es mir gestohlen und per Kredit verschoben an die im Jahr 2010 den neunfachen Schulden-Millionär – Einmanngesellschaft Ambiente GmbH. Undank ist der Welten Lohn. Meine vermeintlichen Freunde werden nach und nach hinaus geworfen, niemand vom Staat fühlt sich in der Verantwortung. Ich soll den Staat verklagen, 121 Zs 821/12. Aber ich finde keinen Rechtsanwalt. Jeder will einen Stundenlohn ab 300,- € ohne Prozessgutachten anzufertigen! Armes Deutschland!
Von: Dorothea am Februar 20, 2013
um 1:54 vormittags
Meine Freunde, damit meine ich die Mieter.
Die Jahresbilanz 2010 des Immobilienhai zeigt über neun Million Verbindlichkeiten an. Unser Miethaus samt Grundstück Dorotheenstr. 16 verbucht der als sein Anlagekapital!
Von: Dorothea am Februar 20, 2013
um 1:58 vormittags
Hallo Herr Holm,
darf ich Sie mit (m)einem neuen Sachbuchprojekt vertraut machen, daß seit vorgestern bei Startnext als Crowdfunding-Projekt aktiv ist:
http://www.startnext.de/zur-miete-zum-teufel/
Ich würde mich sehr freuen, Sie bald schon als Fan dieses Projekts gewinnen zu können, daß die Mietproblematik in Deutschland auch ganz im Speziellen (ähnlich der Gewichtung in Ihrem Blog) authentisch abzubilden sich gewiss nicht verweigern wird.
Herzliche Grüße,
Michael Ibach
Von: michaelibach am April 30, 2013
um 10:11 nachmittags